Es wird schon kuehl und winterlich hier. Die Reisernte ist vorbei und die Felder dunkelgruen und braun, jeden Tag liegt eine dicke Nebelschicht bis zu Mittag ueber Khua. Auf den Bergen oben scheint sie Sonne. Ich geniesse es so, draussen zu sein.
Das sind Geniessmomente, die waren in den letzten Wochen nur kurz, weil ich bin schon wieder im Stress gefangen. Das fuehlt sich so an:
- nicht auf meinen Koerper hoeren, zum Beispiel den ganzen Tag nichts Trinken und dann Kopfweh bekommen;
- irritiert und schlecht aufgelegt sein, Leuten direkt sagen was mir nicht passt und das nicht nur freundlich, weil meine Empathie-Sensoren mit mir und anderen auf Null sind;
- muede und angstrengt sein, mich nicht gut konzentrieren koennen, ich hoer dann Leuten nicht wirklich zu, sondern denk schon an alles was sonst noch zu tun ist;
- alles entmutigt mich und ich interpretiere Sachen auf mich bezogen und beleidigt.
Heute ist Samstag und ich hab Luft und kann das mit Abstand sehen und Batterien aufladen. Apollo an Erde, wo bist du? Ich will alles gut machen, schauen dass unsere Arbeit sinnvoll ist, dass jedeR beitragt, Unterstuetzung bekommen.
Mag mich zu jedem Zeitpunkt mit der Erde verbinden koennen, nicht nur nach 10 Stunden schlafen, drei Tatort Folgen und Laufen gehen.
Nur noch vier(und zwei Wochenends-)Arbeitstage - dann hab ich drei Wochen Urlaub. Scheint gerade so unreal, dass ichs nicht glauben kann. Vielleicht wird viel Arbeit auch zum Mantra - ich fuehl mich ganz komisch bei dem Gedanken an drei Wochen nicht Arbeiten. Zeit fuer Pause.
Freitag, 11. Dezember 2015
Nachtrag
Erschoepft
geh ich durchs Finstere vom Buero nach Hause. Nur das halbe Programm vom Training geschafft,
dafuer ganz sicher, dass alle es verstanden haben. Ein Satz Punkt Uebersetzung
Punkt Fragende Gesichter Punkt Gespraech auf Lao Punkt Gedanken schweifen ab
Punkt Langsame Frage auf Englisch Punkt Naechster Satz hoffentlich noch zum
Thema Punkt. Ungeduldig.
„Hast du
schon gegessen?“ fragt Pa meine Freundin
und Nachbarin. Genau der richtige Zeitpunkt. „Wir essen gerade, komm rueber“. Lao
Rock aus, gemuetliche Hose an und schnell zur Feuerstelle vorm Haus, wo die
Nachbarn rund um einen niedrigen Alu-Tisch Abendessen. Pa, Mae thau ihre Mama,
Phor thau der Papa, der Bruder, der kleine Dam und die zwei Cousinen aus dem Dorf, die fuer ein Jahr bei
ihnen wohnen. Pa macht noch schnell ein paar Eier in der Pfanne extra fuer mich
– „du isst kein Fleisch, ich ess so viel Fleisch!“ Freu mich dass ich mittlerweile
Stammgast an der Feuerstelle und irgendwie Teil ihrer Familie bin. Reis
miteinander essen – kin khau – daraus werden soziale Bande geschmiedet. Wir
lachen ueber das Huhn, das den dritten Anlauf nimmt, um zu den anderen auf den
Baum zu fliegen, und es wieder nicht schafft. Dam spielt mit seinen Instant
Nudeln und lasst sie so weit runterhaengen, dass der Hund sie schnappt. Ich
geniesse die Zeit und das leckere Essen.
Die Luft
ist schon kuehl am Abend, vor allem auf dem Motorrad, als ich spaeter ins
Krankenhaus fahre und mein Ruecken zieht sich zummsammen, froestelnd. Trotzdem,
ich liebe in der Nacht Moped fahren – ein Gefuehl der Freiheit. Intimitaet gibt
es auf dieser Krankenstation jedenfalls keine. Jeweils zwei Betten
nebeneinander aber nur durch eine Mauer getrennt und direkt im Gang. Ich stell
mir vor, hier ernsthaft krank zu liegen und schlafen zu wollen. Keine Chance. Nicht
nur die Patienten sind da, sondern ganze Familien oder Bekanntschaften. Sie
kommen um zu helfen, wo es keine Dienstleistungen gibt. Der Buergermeister von
Kading hat seine kranke Frau auf dem Motorrad hierher gebracht (vier Stunden
auf miesesten Strassen,“keuap tai“, fast sei sie gestorben, meint er).
Ausserdem sind da noch der Village Health Volunteer und ein aelterer Mann aus
dem Dorf. Die drei schlafen am Boden neben ihrem Krankenbett, waehrend des
gesamten Aufenthalts. Von dem sie nicht wissen, wie lange er dauern wird –
einerseits verstehen sie den Arzt, der nur Lao aber nicht Khmu spricht, und die
Diagnose nicht, andererseits wissen sie nicht, ob sie das, was sie hoeren,
glauben sollen. Doch lieber nach Udom Xay ins Krankenhaus?
Der naibhan
macht sich Sorgen um seine Frau, um ihre Zukunft gemeinsam. Er will wissen, was
mit ihr los ist und wie es weitergeht. Alle, die heute Abend und diese Woche da
sind, kommen fuer sie beide. Um der Frau gute Besserung zu wuenschen und dem
naibhan die Zeit und Sorgen zu vertreiben. So ein Krankenhausaufenthalt braucht
nicht nur Geld fuer Ubernachtung, Medizin und Arztkosten, sondern auch eine
Menge an soziale Leistungen: Die beiden Maenner kochen jeden Tag fuer alle vier
im Haus von einem Bekannten, der in der Naehe wohnt. Wir bringen kleine
Geschenke und Trinken vorbei und organisieren die Rueckfahrt. Arrangieren ein
Gespraech mit dem Arzt. Ich bin beruehrt von diesem Reichtum an Beziehungen.
Der Mann, der mit einem Plastiksack und seiner kranken Frau am Moped gekommen
ist, ist das Zentrum von diesem reichen Netzwerk. Es fuehlt sich nach
Sicherheit an, als koennte er Dinge bewegen und moeglich machen, was unmoeglich
erscheint. Der runzelige alte Mann vom Bett daneben gesellt sich noch auf einen
Lao Lao Schnaps zu unserer Gruppe am Boden und sagt zu mir „I don’t have money“
auf Englisch. Seine Familie ist 1975 nach Amerika ausgewandert. Er will da
nicht hin, aber sie schicken Geld. Ein kurzer Einblick in ein weiteres Netz an reichen Beziehungen. Dann ab nach Hause durch die Dunkelheit.
Freitag, 13. November 2015
Heroes
Wer sind deine Vorbilder, war die Frage. Grosse Persoenlichkeiten? Mutige Leute aus der Weltgeschichte, die lange tot sind? Oder ganz nahe Personen, die mich taeglich beeinflussen oder zu dem gemacht haben, was ich gerade bin? Unsicherheit und der Wunsch dass es diese ganz klar gebe! Es ist ein bissi wie mit den Bands und Schauspielern, da bin ich weltfremd.
Eintoenigkeit in den Antworten. Praesidenten, Kriegsherren. Dann sagt jemand: Katharina. Und erklaert warum. Weil ich in Laos arbeiten will obwohl ich in Europa sein koennte, weil ich gern lerne, gemeinsam mit dem Team nachdenke, einen Plan habe und Leuten helfe ihn umzusetzen, hart arbeite und mit dem Team leicht und nah bin. Mich hauts um. Angsthase - take that!
Ich freu mich so, dass ich mich auch traue, der Person, die ein Vorbild fuer mich ist, das zu sagen. Und freu mich ueber ihre Freude. Wortgeschenke.
(Foto: J. Estey)
Eintoenigkeit in den Antworten. Praesidenten, Kriegsherren. Dann sagt jemand: Katharina. Und erklaert warum. Weil ich in Laos arbeiten will obwohl ich in Europa sein koennte, weil ich gern lerne, gemeinsam mit dem Team nachdenke, einen Plan habe und Leuten helfe ihn umzusetzen, hart arbeite und mit dem Team leicht und nah bin. Mich hauts um. Angsthase - take that!
Ich freu mich so, dass ich mich auch traue, der Person, die ein Vorbild fuer mich ist, das zu sagen. Und freu mich ueber ihre Freude. Wortgeschenke.
(Foto: J. Estey)
Samstag, 24. Oktober 2015
Stupid falang?
Die gleiche Geschichte in zwei Versionen - einmal wuetend und traurig und dann traurig und muede.
Gestern Abend:
"Stupid falang. Drei Mal ist mir in den letzten vier Monaten Geld gestohlen worden.
Dieses Mal aus meinem Haus! Mein Geldboersel liegt offen am Boden und schon
wieder fehlt was.
Erstes Mal,
der Schock mit den Hotel, mitten aus dem Schlaf gerissen und dieser Typ in
meinem Zimmer. Zweites Mal die Enttaeuschung dass so was auf einem netten
Familienfest passiert. Picknick im Wald mit Fisch grillen und Bier. Und dann
das. Und jetzt – aus meinem Haus!!! Zwei Mal innerhalb von zwei Wochen. Der einzige Ort hier, wo ich mich bis jetzt
super wohl und sicher gefuehlt hab. Soll ich den kleinen Bub, meinen Freund,
verdaechtigen? Oder den Bruder von Pa, der Drogen nimmt? Oder ein anderer, der
schnell mal reingeschaut hat, waehrend ich drueben Abendessen war?
Es sind
nicht die scheiss vierzig Euro aber das Gefuehl, verarscht zu werden. Hier
nicht heimisch zu sein. Anders. Bin ich sowieso. Aber hey, das ist so unfair. Mach ich auch nicht. Ploetzlich so viel Traurigkeit
und Alleinsein. Keine Freundin, die ich schnell anrufen kann und erzaehlen.
Niemand, ausser Pas Familie, die fragen, was ich am Wochenende mach.
Ich will Teilhaben.
Und aufgefangen werden. Manchmal fuehl ich mich allein."
Heute Vormittag:
"Erster Schritt aus der Haustuer und da steht mein kleiner Freund, der Nachbarsbub, der gestern in meinem Haus gespielt hat, mit einem grossen, neuen Spielzeuggewehr, das er sich normalerweise nie leisten kann. - Hast du mein Geld gesehen gestern? - Nein. Gespraech mit Pa - er hat schon oft Sachen genommen, auch aus ihrem Haus, Geld von ihrer Mama, Essen.
Jetzt fuehl ich mich nicht mehr wuetend und anders, aber traurig fuer den kleinen Bub. Ja, seine Eltern sind arm, sein Vater drogensuechtig. Traurig, weil er scheinbar diese Grenzen nicht kennt. Und fuer mich - weil da Naehe und ein Vertrauen waren und jetzt Misstrauen herrscht.
Das allein Fuehlen bleibt. Hat wahrscheinlich nicht so viel mit den vierzig Euro zu tun."
Donnerstag, 17. September 2015
Conversaciones telefonicas
"Hoy pense... que si nos parecemos en algunas cosas. En el gusto por lo nuevo, en el gusto por los retos y el movimiento."
"Alles gut, ein Maedchen. Ich bin gluecklich."
"Eine lose-lose Situation fuer mich."
Stimmen aus anderen Welten, die weit weg sind aber denen ich mich so verbunden fuehle. Es braucht nur ein paar Worte und die Verbindung ist da, magisch! Taegliche Geschenke.
"Alles gut, ein Maedchen. Ich bin gluecklich."
"Eine lose-lose Situation fuer mich."
Stimmen aus anderen Welten, die weit weg sind aber denen ich mich so verbunden fuehle. Es braucht nur ein paar Worte und die Verbindung ist da, magisch! Taegliche Geschenke.
Freitag, 11. September 2015
Traeume(nd) leben
Ich hab von M. erzaehlt und dass fuer ihn ein Traum in Erfuellung gegangen ist mit dem "auf grossen Buehnen spielen". Ganz sachlich hat meine Kollegin gesagt, er lebt seinen Traum.
Traeumen heisst auch sich eingestehen, dass man Wuensche und Beduerfnisse hat und zu denen zu stehen. Auch wenn andere sie vielleicht komisch finden oder denken, dass man das nie schafft. Ich find Traeumen im Prinzip gut und schoen, aber trau ich mich wirklich sie ehrlich zu denken oder ueberhaupt auszusprechen? Nein. Was ist dann mit sie leben? Wahrscheinlich tu ich das schon unterbewusst, aber wie waer es, wenn ich es bewusst mache? Wie stark!
Meine Traeume sind irgendwo verschuettet. Ich weiss manchmal gar nicht, was sie sind - manchmal bin ich eifersuechtig auf Leute, die welche haben und sie kennen (und verfolgen). Heute ist mir ein Knopf aufgegangen, wie einfach Traeumen ist.
Die Maedels aus meinem Team haben solche Traeume: Englisch lernen (um einen besseren Job zu bekommen?), einen Master im Ausland machen zu koennen (fuer jemanden, dessen Familie nicht mal Grundschule absolviert hat, und dessen ethnische Gruppe extrem benachteiligt ist, ein Wahnsinnstraum), ein eigenes Business aufzumachen und selbstaendig zu sein (ebenfalls von einem Maedchen vom Land, aus deren Dorf ausser ihr kein Mensch Schule fertig hat), dass es der Familie gut geht und noch mal Englisch lernen. Das sind alles Traeume, die recht konkret sind und voll machbar scheinen. Ich fuehl mich erleichtert fuer sie!
Vielleicht braucht man auch keine Angst haben, Traeume auszusprechen weil sie sich aendern koennen. Zum Beispiel, sobald man sie erfuellt hat. Es ist dann nicht aus mit dem Traeumen. B. erzaehlt sie hat immer den Traum gehabt, weiche weisse Haende zu haben, weil in ihrem Dorf immer alles so dreckig war. Sogar nach dem Duschen war man sofort wieder dreckig. Das hat sie erreicht. Jetzt der Master-im-Ausland-Traum. Ich hab ihnen erzaehlt, dass ich den Traum gehabt hab, in ein Land weit weg zu gehen, das ich nicht kenn, dessen Sprache ich nicht sprech und wo ich niemanden kenn, alles neu ist. Und mich dort umschau und zurecht finde. Und schau, wie ich hilfreich sein kann. Das ist in Erfuellung gegangen. Finden sie voll lustig und komisch.
Was sind meine anderen Traeume, dich ich schon erfuellt hab? Und die naechsten? Die kleinen und was ist mit den ganz grossen? Wo sind die neuen Grenzen und unbekannten Ufer, die ich erforschen will? Lao lernen, momentan. Ein kleiner grosser Traum.
Meine Traeume sind irgendwo verschuettet. Ich weiss manchmal gar nicht, was sie sind - manchmal bin ich eifersuechtig auf Leute, die welche haben und sie kennen (und verfolgen). Heute ist mir ein Knopf aufgegangen, wie einfach Traeumen ist.
Die Maedels aus meinem Team haben solche Traeume: Englisch lernen (um einen besseren Job zu bekommen?), einen Master im Ausland machen zu koennen (fuer jemanden, dessen Familie nicht mal Grundschule absolviert hat, und dessen ethnische Gruppe extrem benachteiligt ist, ein Wahnsinnstraum), ein eigenes Business aufzumachen und selbstaendig zu sein (ebenfalls von einem Maedchen vom Land, aus deren Dorf ausser ihr kein Mensch Schule fertig hat), dass es der Familie gut geht und noch mal Englisch lernen. Das sind alles Traeume, die recht konkret sind und voll machbar scheinen. Ich fuehl mich erleichtert fuer sie!
Vielleicht braucht man auch keine Angst haben, Traeume auszusprechen weil sie sich aendern koennen. Zum Beispiel, sobald man sie erfuellt hat. Es ist dann nicht aus mit dem Traeumen. B. erzaehlt sie hat immer den Traum gehabt, weiche weisse Haende zu haben, weil in ihrem Dorf immer alles so dreckig war. Sogar nach dem Duschen war man sofort wieder dreckig. Das hat sie erreicht. Jetzt der Master-im-Ausland-Traum. Ich hab ihnen erzaehlt, dass ich den Traum gehabt hab, in ein Land weit weg zu gehen, das ich nicht kenn, dessen Sprache ich nicht sprech und wo ich niemanden kenn, alles neu ist. Und mich dort umschau und zurecht finde. Und schau, wie ich hilfreich sein kann. Das ist in Erfuellung gegangen. Finden sie voll lustig und komisch.
Was sind meine anderen Traeume, dich ich schon erfuellt hab? Und die naechsten? Die kleinen und was ist mit den ganz grossen? Wo sind die neuen Grenzen und unbekannten Ufer, die ich erforschen will? Lao lernen, momentan. Ein kleiner grosser Traum.
Sonntag, 6. September 2015
Ausfloesung
Im Neuen loest sich Bekanntes auf oder definiert sich neu. "Putzfrau" zum Beispiel ist hier Pa - meine Freundin, Nachbarin und Link zu meiner Laos Familie, Sie hat mir die ersten Buchstaben in Lao beigebracht, sie erinnert mich ans nach Hause gehen wenn ich um acht noch im Buero sitze oder dauernd (!!!) beim Essen daran, dass ich mehr essen soll. Mit ihr war ich heute im "Garten" - pai suan - die Beschaeftigung aller Leute in Khua, auch solcher, die unter der Woche arbeiten, dann halt am Wochenende. Der Garten ist ein Stueck Land oben am Berg, zu erreichen zu Fuss sehr steil die rutschigen Wege hinauf und hinunter. Mit einem kleinen Bambushaus zum Schutz vor Sonne und Regen, in dem gekocht, gearbeitet und geschlafen wird. Heute war Galangal-Ernte. Das sind so kleine gruene Kuegelchen, die vom Stengel geschaelt werden. Die Aufgaben sind entweder im Garten mit der Machete die Fruechte zu holen oder vor dem Haus zu sitzen und die Kugeln vom Ast zu klauben. Heute war die ganze Family dabei: die beiden Cousinen, die aus dem Dorf gekommen sind um in Khua zu studieren und fuer ein Jahr da wohnen, die Mutter die im Hintergrund alles unter Kontrolle hat, der Bruder der mit blossen Haenden und Fuessen auf einen zwanzig Meter Baum klettern kann und die Kinder von den Nachbarn. Und Dam, der Kleine. Das Lustigste war der Weg hinunter mit Dam auf dem Ruecken oder sehr schweren Galangal-Saecken. Der Bruder hat sich einen Sack den Ruecken gebunden und heisst seitdem "to-thau" = altes Tier = Schildkroete. Im Regen und Gatsch den Berg runterrutschen und voll durchnaesst ankommen und unter der Regenrinne duschen - Kopfphoto!!!
"Boss" bin ich in dem Fall, auch eine Grenzverschiebung. Einer der Projektmanager sagt zum Spass "boss" zu mir. Irgendwie lustig. Er weiss glaub ich, dass ich es nicht so ernst nehme mit den Grenzen.
"Beneficiary" laesst sich auf dem Papier leicht sagen (keine Ahnung welches Bild ich von beneficiaries sonst gehabt hab, aber jedenfalls ziemlich getrennt von mir und meinem Leben). Jetzt sitzen beneficiaries mit mir beim Abendessen (der Buergermeister von einem Dorf in dem wir arbeiten und seine Tochter in Pas Haus), rufen mich an und fragen wie es geht und was ich heute gegessen hab (der Buergermeister aus Kading, bei dem ich drei Tage war) oder sind super nette KollegInnen, mit denen ich Aerobic machen oder Lao ueben kann. Abgesehen davon, dass ich diese Bezeichnung noch nie gemocht habe, funktioniert sie in Realitaet einfach nicht. Scheint aber nuetzliche zu sein, weil andauernd Leute aus Australien nach beneficiary numbers fragen. Seitenwechsel.
Donnerstag, 3. September 2015
Kopfphotos
Den Kopf aus dem Autofenster in die Abendluft stecken und den Blick ueber die gruenen Huegel von Muang Mai geniessen. Ein paar Huegel weiter regnet es und da fahren wir gleich hinein, aber von diesem "Kopfphoto" aus sehe ich noch die zerrissenen weissen Wolkenfetzen ueber den Huegeln. Grellgruener Hintergrund, der langsam im Finstern verschwindet. Aufsaugen.
Den steilen Weg zu meinem Haus hinauf, ueber die Strasse, die nach zwei Monaten Regen schon sehr zerschlagen ist. Im Finstern. In meinen Ohren zirpen die Zirkaden so laut, dass es in meinem ganzen Kopf widerhalllt und ich stehen bleib und meine Augen zu mach, fuer einen Moment. Die Luft ist warm aber erfrischend im Vergleich zur drueckenden Hitze untertags. Geniessen.
Besuch von Khamhag und Dam kurz vorm Schlafengehen. Beide ihren ersten Schultag gehabt heute - der eine nach drei Monaten Ferien jetzt in der 5. Klasse, der andere seinen ersten Schultag ueberhaupt. Sie erzaehlen begeistert. Und machen mir das Alphabet vor. K Khai wie Henne, G Gkai wie Ei und so weiter. Ansteckend die Begeisterung.
Den steilen Weg zu meinem Haus hinauf, ueber die Strasse, die nach zwei Monaten Regen schon sehr zerschlagen ist. Im Finstern. In meinen Ohren zirpen die Zirkaden so laut, dass es in meinem ganzen Kopf widerhalllt und ich stehen bleib und meine Augen zu mach, fuer einen Moment. Die Luft ist warm aber erfrischend im Vergleich zur drueckenden Hitze untertags. Geniessen.
Besuch von Khamhag und Dam kurz vorm Schlafengehen. Beide ihren ersten Schultag gehabt heute - der eine nach drei Monaten Ferien jetzt in der 5. Klasse, der andere seinen ersten Schultag ueberhaupt. Sie erzaehlen begeistert. Und machen mir das Alphabet vor. K Khai wie Henne, G Gkai wie Ei und so weiter. Ansteckend die Begeisterung.
Montag, 31. August 2015
Erstens, Zweitens und Drittens
Thi nüung: Freundschaften knüpfen ohne
Sprache ist nicht so leicht. Beruht mehr auf einem Gefühl für eine Person. Oder den kleinen Gesten. Essen kochen
und es nicht allein essen, rüber gehen damit zu den Nachbarn, ihnen
beim Kochen zuschauen und dann gemeinsam essen. Noch gemeinsam ein Bier trinken oder diesen Höllenschnaps. Dem Hund ein Halsband mitbringen.
Überraschungen
gibt’s auch dabei. Ein Treffen ist für Samstag Vormittag ausgemacht, nur die
Uhrzeit nicht genau festgelegt, aber der meldet sich einfach nicht mehr auf meine
Nachfrage hin. Ich trau mich nicht anzurufen, weil ich nicht nerven will, aber
ärger mich dafür den ganzen Tag. Feig! Ich koche, die Mädels kommen nicht.
Missverständnis oder Kultur der (Un)Verbindlichkeit? Ich bin verstimmt. Oder
das: Ich melde mich per skype und schlag ein Treffen vor, aber es kommt keine
Antwort. Jetzt melde ich mich sicher nicht mehr! Beleidigt.
Ich finds
schwer, solche für mich mangelnde positive Rückmeldung nicht komplett negativ
zu interpretieren. Trau mich auch nicht nachfragen, um diese Beziehungen zu
klären. Aus Angst bedürftig zu wirken. Schade, das bricht Brücken herunter, bevor sie entstehen können.
Thi sorng: Das mit der Angst ist eine
komische Sache. Ich hab jetzt bei anderen Leuten diese Angst, was falsch zu
machen oder blöd dazustehen, die ich kenn von mir in letzter Zeit, beobachtet. Das ist voll abschreckend. Macht die
Angsthaber voll klein und nimmt Freude. Behindert auch Verbindung und
Beziehungen. Und es kann falsch verstanden werden. Zum Beispiel aus Angst, schlecht vorbereitet zu sein, den ganzen
Abend mit Vorbereitung zu verbringen, anstatt mit Kollegen feiernd. Kann als Desinteresse verstanden werden. Oder so viel vorzubereiten, dass es andere einschüchtert und den Spass am Lernen (= nicht perfekt sein dürfen) mindert. Lustig dass es genau zwei Personen sind, vor denen ich Angst hatte, die jetzt scheinbar voreinander Angst haben.
Thi saam: Wieso ist mein Regenschirm vor der
Haustür verschwunden und hängt dann ganz selbstverständlich bei den Nachbarn im
Wohnzimmer? Wieso war die Lichterkette/Geschenk im Wohnzimmer (anstatt vor der Haustür)
und ist jetzt ganz weg? Wieso tauchen immer wieder neue Dinge bei mir in der
Wohnung auf? (z.B.: ein Mistkübel, Teller, ...) Verständnis von
Eigentum?
Sonntag, 23. August 2015
Wasserfall
Augen zu und unter dem Wasserfall sitzen. Warmes Wasser von oben, auf schwarzen, glatten Steinen sitzen und das Wasser am Kopf, am Ruecken geniessen. Rundherum grosse, schwarze flache Steine und grellgruene Farne, die auf den Felsen wachsen. Nur Natur rundherum. Pflanzen wie sie im Spa-Tempel oder Regenwaldhaus gezuechtet werden. Gut riechende schwarze Erde. Mit dem ganzen Koerper die Waerme und Abkuehlung geniessen. Wooooaaaw. Daran mag ich mich erinnern. So ein schoener Ort. Und ein lebendiges Gefuehl.
Samstag, 15. August 2015
Ge(hen)lassen
Ich bin super gelassen zurückgekommen und freudig. Zuerst wollte ich gar nicht - wollt unbedingt in Wien bleiben, wo ich so bin wie alle anderen, wo meine Nahmenschen sind und es so einfach, angenehm und gemütlich ist. Ich hab so schnell abgeschalten und so viel Energie aufgetankt, unglaublich. Ein Wunder wie schnell das geht. Grillen, Abende draussen, Schwimmen im See, Radfahren, Familienzeit,... mhhhhmmm. Tut gut.
Aber dann, sobald ich in Khua angekommen bin, wars überraschend auch gut. Zuerst kurz Panik. Dass ich mich wieder so traurig und müde fühle wie vor dem wegfahren. Aber dann: Freude dass mein Lao besser wird. Freude dass die Nachbarn sich freuen dass ich wieder da bin. Und die KollegInnen. Freude über mein Haus. Sogar Arbeit ein bisschen gelassener - langsam auf mich zukommen lassen, getankte Reserven nicht gleich aufbrauchen. Vielleicht macht alles viel mehr Spass wenn man nicht müde und überausgelastet ist??? Wenn Zeit da ist für Austausch? Zum Abendessen bei Pa, UNO Spielen mit Nachbarn am Abend. Ich finds grad so spannend dass ich mich anpassen kann hier. Kann mich wieder über Neues lernen freuen. Mag mehr davon und immer weiter haben!!! Mhhhm.
Sonntag, 5. Juli 2015
Panikzone
Wie sich die Panik-Zone anfühlt, weiß ich jetzt. Und wie ich mich darin verhalte auch ziemlich genau. Jetzt hätt ich gern ein paar Strategien um in diese wunderschöne gelbe Wachstums-zone zurückzukommen, bitte.
Lachen ist eine. Ein bisschen über den Angsthasen und auch gemeinsam mit Leuten, damit ich mich nicht asozial und isoliert fühle. Mit Freunden reden eine andere - Empathie holen. Nicht nur arbeiten noch eine. Die mag ich heute besonders gern (Urlaub in nur mehr 5 Tagen!!!). Mir genug sein. Akzeptieren was ist, ohne gleichgültig zu sein. Mich mit weniger als 100% zufrieden geben (wir können zwar nicht alle extrem argen Zustände hier sofort abschaffen, aber gar nichts machen ist auch nicht die Lösung). Mittelwege mögen lernen? Hmmm. Vielleicht Bewusstheit über diese Geographie und die Wegweiser lesen können.
Freitag, 3. Juli 2015
Wut
Kleine und große Gefallen. Fallen mir erst nach und nach auf. Die 35.000 per diems plus lunch, statt null - täglich, wöchentlich, multipliziert mit Anzahl der Leute, in unseren Budgets...damit sie zum nächsten Meeting auch wieder kommen (trotz per diem policy und trotz dem sie meist schlafen, an was anderem arbeiten oder zwar interessiert und motiviert aber komplett unerfahren sind). Die sinnlosen formellen Meetings, wo nichts besprochen, aber alles bestimmt wird. Zum Gefallen derer, die Flüge dahin bekommen und ihr Gehalt verbessern. Die kleinen Fische als Beitrag zum "World environment day" - mit Logo aber sinnlose kleine Fische in einem Fluss, der von einem Damm verpestet wird. Der Computer und Printer, damit die Berichte zu den richtigen Leuten kommen. Mit Papier wöchentlich dazu geliefert und Druckerfarbe. An der Grenze zum Humor. Die unfreiwillige Einladung nach Vietnam, wieder drei Plätze weniger für die Leute, die eigentlich echt was lernen könnten. Weil die haben keinen Pass bekommen. Nicht die richtigen Formulare in der richtigen Reihenfolge ausgefüllt. Mit ein paar Anrufen bei den richtigen Nummern vielleicht doch noch zu ändern? Weiß man bis zum letzten Moment nicht.
Akzeptanz seitens derer, die es gewohnt sind. Unverständnis der Wut und dem Ärger gegenüber, die sich breit machen und ab und zu recht deutlich zeigen. Ärger, meine Zeit dafür zu verschwenden, und die des ganzen Teams. Ärger, dass so viele Sachen anders laufen könnten und es aber nicht tun. Ich könnte schreien. Es könnte lustig sein. Wenn es nicht so arg wäre.
Kleine Risse in der Festung der Gleichgültigkeit. Man hört dass Leute verschwinden. Das macht Angst, aber auch die anderen wütend (endlich!). Trotzdem, 99 Prozent der Zeit eingeübte Zustimmung oder Ablehnung von Ablehnung. Fassade. Die Präsentationen müssen vorbereitet werden (was werden sie kritisieren? was fragen? was dürfen wir sagen?), die Einladungen geschrieben, Banner gedruckt, Hotels gebucht...ich bin so müde. Und mag nicht mitspielen bei dem Scheiß.
Akzeptanz seitens derer, die es gewohnt sind. Unverständnis der Wut und dem Ärger gegenüber, die sich breit machen und ab und zu recht deutlich zeigen. Ärger, meine Zeit dafür zu verschwenden, und die des ganzen Teams. Ärger, dass so viele Sachen anders laufen könnten und es aber nicht tun. Ich könnte schreien. Es könnte lustig sein. Wenn es nicht so arg wäre.
Kleine Risse in der Festung der Gleichgültigkeit. Man hört dass Leute verschwinden. Das macht Angst, aber auch die anderen wütend (endlich!). Trotzdem, 99 Prozent der Zeit eingeübte Zustimmung oder Ablehnung von Ablehnung. Fassade. Die Präsentationen müssen vorbereitet werden (was werden sie kritisieren? was fragen? was dürfen wir sagen?), die Einladungen geschrieben, Banner gedruckt, Hotels gebucht...ich bin so müde. Und mag nicht mitspielen bei dem Scheiß.
Dienstag, 30. Juni 2015
Mut tut gut
„It has
taken me quite a while to get over the fear of doing the work „correctly“ and to
instead begin operating from the heart and continuously challenge my
perspective“
- Cody Charles, Ten Counterproductive Behaviours of Social Justice Educators
- Cody Charles, Ten Counterproductive Behaviours of Social Justice Educators
„If you don’t
understand, ask questions. If you are uncomfortable about asking questions, say
you are uncomfortable about asking questions and ask anyway. It is easy to tell
when a question is coming from a good place. Then listen some more. Sometimes
people just want to feel heard. Here's to possibilities of friendship and
connection and understanding.“
- Chimamanda Ngozi Adichie, Americana
- Chimamanda Ngozi Adichie, Americana
Sonntag, 28. Juni 2015
Schule des Lebens
Was macht mich fröhlich und was fertig? Am Freitag hab ich den spannendsten Tag gehabt: Der ganze Vormittag war schrecklich und der Nachmittag super. Was macht mich unlustig:
...ein Manager, der vor 5 jungen Frauen ernsthaft die Meinung vertritt, dass Frauen nur mindestens zehn Jahre ältere Männer heiraten sollen, weil sie schneller altern, vor allem ab 40 und das die Stabilität der Ehe gefährdet weil der Mann sie dann verlässt. Wütend.
...Provincial Steering Committee Meeting vorbereiten: Die Aussicht auf 60 government Leute, die kommen um zu kritisieren, und keinen Einfluss auf das Programm nehmen zu können. Ohnmächtig und ärgerlich.
...ein Team, das eine Viertel Stunde auf Lao redet ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich nichts versteh. Traurig und frustriert.
...ein Manager, der vor 5 jungen Frauen ernsthaft die Meinung vertritt, dass Frauen nur mindestens zehn Jahre ältere Männer heiraten sollen, weil sie schneller altern, vor allem ab 40 und das die Stabilität der Ehe gefährdet weil der Mann sie dann verlässt. Wütend.
Das hat sich alles wieder gut gemacht durch:
...eine interessante strategische Diskussion anleiten zu können (auch mit Übersetzung, Malen statt Worte). Juhuuu!
...ein Team zu haben, das echt versteht, worum es geht, sogar ohne große Worte und das ganz angewandt und simpel erklären kann. Juhuuu!
...die beste Übersetzung für development talk ever: "ownership" = "wenn die Bauern nicht sagen "das CARE Hendl stirbt, sondern "mein Hendl stirbt"", hahaha, so witzig und auf den Punkt gebracht! DANKE.
Eigentlich ist es egal, was den Ärger, die Frustration, die Freude oder das Lachen auslöst. Es tut gut zu sehen, dass diese Besucher alle da sind.
Freitag, 12. Juni 2015
"Wichtige" Männer
Schon bevor ich losgefahren bin in die Laostheorie hab ich als Figur diesen mächtigen Mann im Kopf gehabt, vor dem ich Angst hab.
Jetzt hab ich gerade zwei Tage mit mächtigen Männern verbracht: Regierungsmänner, Landesdirektor, seine Vertrauten, Manager hier, Manager dort, vor allem Regierungsmänner. Ich die einzige Frau am "wichtigen Tisch", alle 20 Jahre älter. Meeting, 2 Stunden statt 4, sinnlose Ansprachen, ich finds total lächerlich und will dauernd was sagen, kein Platz für mich, auch nicht am Foto. Die Rückfahrt sechs Stunden auf Kurvenstrassen im Minibus, Anspannung nicht nur wegen Reise, vor allem wegen Anwesenheit von mächtigen Männern. Erst als ich in der Hängematte vor meinem (wunderbaren!!!!) Haus liege, endlich alleine, merke ich wie die Anspannung weicht.
Was mich anspannt ist mir auszumalen, was andere von mir denken. Das kann ich voll gut (außerdem will ich immer perfekt sein, für alle) und das ist total anstrengend. Es geht zum Beispiel so: Jetzt denkt er, ich hab keine Ahnung wie man so ein Meeting plant; ich bin total daneben, weil ich so mit dem wichtigen Mann A geredet hab; jetzt glaubt er, ich krieg nicht mal auf die Reihe, ein Auto zu organisieren; glaubt, dass ich ihn nicht respektiere, weil wir zu spät waren und nicht an alle Details gedacht haben; blablablabla - Endlosschleife.
Wenn ich mir das so lang eingeredet hab, bin ich angespannt und unlocker und schaff es nicht Verbindung herzustellen. Das stresst mich dann mehr. Im Auto war ein Moment, da hab ich dieses Buch gelesen, so ein aktivistisches, Weltverbesserungs große-Theorien Buch - von denen hab ich viele gelesen und die mag ich. Da hab ich mich in eine andere Welt versetzt, mir gedacht, "so was muss man machen", "das ist der richtige Weg" und mich dann selbstsicherer gefühlt. Dann war dieses "klein-sein" Gefühl weg.
Vielleicht bin ich am falschen Platz. Trotzdem, es wird immer Dinge geben, die mich unsicher machen. Egal an welchem Platz. Unsicher, weil ich alles gut machen mag. Gut machen wollen an sich ist ja gut, aber es ist mehr. Er ist, "es allen recht machen wollen". Ich hab Angst davor, es wem nicht recht zu machen, irgendwelchen Standards - den, die von der Welt der "wichtigen Männer" gesetzt werden - nicht zu entsprechen. Ich schütze mich präventiv vor möglichen Konflikten mit außen (indem ich sie mir selber ausmale und mir dabei denke, sie haben recht). Dabei bin ich in Konflikt mit mir selber (weil das negative Ausmalen extrem unlustig und anstrengend ist und mir alle Energie wegnimmt). Eigentlich find ich die Standards manchmal echt blöd und entspreche ihnen vielleicht deswegen nicht, weils mir eigentlich nicht so wichtig ist. Knoten im Kopf. Wenns mir eigentlich egal ist, warum will ich dann entsprechen??!!! Vielleicht kann ich "nicht-entsprechen" üben? Oder "mir-entsprechen"?
Meine Nachbarin Pa sitzt am Boden und putzt Steine und Algen von den Mini-Fischen und Krebsen, die sie mühsam drei Stunden lang gefischt hat. Als wir alleine sind, sagt sie leise: "Die Männer in meinem Haus arbeiten gar nichts. Die sitzen herum und schauen fern. Ich arbeite den ganzen Tag, damit wir alle Essen haben."
Dafür hab ich ein Foto ausgesucht von einem Mann, der diese Woche wichtig war, weil er mein Freund geworden ist. Der Bürgermeister von Ban Kading, im Haus von dessen Familie ich drei Tage übernachtet hab. Verbindung ohne gemeinsame Sprache.
Jetzt hab ich gerade zwei Tage mit mächtigen Männern verbracht: Regierungsmänner, Landesdirektor, seine Vertrauten, Manager hier, Manager dort, vor allem Regierungsmänner. Ich die einzige Frau am "wichtigen Tisch", alle 20 Jahre älter. Meeting, 2 Stunden statt 4, sinnlose Ansprachen, ich finds total lächerlich und will dauernd was sagen, kein Platz für mich, auch nicht am Foto. Die Rückfahrt sechs Stunden auf Kurvenstrassen im Minibus, Anspannung nicht nur wegen Reise, vor allem wegen Anwesenheit von mächtigen Männern. Erst als ich in der Hängematte vor meinem (wunderbaren!!!!) Haus liege, endlich alleine, merke ich wie die Anspannung weicht.
Was mich anspannt ist mir auszumalen, was andere von mir denken. Das kann ich voll gut (außerdem will ich immer perfekt sein, für alle) und das ist total anstrengend. Es geht zum Beispiel so: Jetzt denkt er, ich hab keine Ahnung wie man so ein Meeting plant; ich bin total daneben, weil ich so mit dem wichtigen Mann A geredet hab; jetzt glaubt er, ich krieg nicht mal auf die Reihe, ein Auto zu organisieren; glaubt, dass ich ihn nicht respektiere, weil wir zu spät waren und nicht an alle Details gedacht haben; blablablabla - Endlosschleife.
Wenn ich mir das so lang eingeredet hab, bin ich angespannt und unlocker und schaff es nicht Verbindung herzustellen. Das stresst mich dann mehr. Im Auto war ein Moment, da hab ich dieses Buch gelesen, so ein aktivistisches, Weltverbesserungs große-Theorien Buch - von denen hab ich viele gelesen und die mag ich. Da hab ich mich in eine andere Welt versetzt, mir gedacht, "so was muss man machen", "das ist der richtige Weg" und mich dann selbstsicherer gefühlt. Dann war dieses "klein-sein" Gefühl weg.
Vielleicht bin ich am falschen Platz. Trotzdem, es wird immer Dinge geben, die mich unsicher machen. Egal an welchem Platz. Unsicher, weil ich alles gut machen mag. Gut machen wollen an sich ist ja gut, aber es ist mehr. Er ist, "es allen recht machen wollen". Ich hab Angst davor, es wem nicht recht zu machen, irgendwelchen Standards - den, die von der Welt der "wichtigen Männer" gesetzt werden - nicht zu entsprechen. Ich schütze mich präventiv vor möglichen Konflikten mit außen (indem ich sie mir selber ausmale und mir dabei denke, sie haben recht). Dabei bin ich in Konflikt mit mir selber (weil das negative Ausmalen extrem unlustig und anstrengend ist und mir alle Energie wegnimmt). Eigentlich find ich die Standards manchmal echt blöd und entspreche ihnen vielleicht deswegen nicht, weils mir eigentlich nicht so wichtig ist. Knoten im Kopf. Wenns mir eigentlich egal ist, warum will ich dann entsprechen??!!! Vielleicht kann ich "nicht-entsprechen" üben? Oder "mir-entsprechen"?
Meine Nachbarin Pa sitzt am Boden und putzt Steine und Algen von den Mini-Fischen und Krebsen, die sie mühsam drei Stunden lang gefischt hat. Als wir alleine sind, sagt sie leise: "Die Männer in meinem Haus arbeiten gar nichts. Die sitzen herum und schauen fern. Ich arbeite den ganzen Tag, damit wir alle Essen haben."Dafür hab ich ein Foto ausgesucht von einem Mann, der diese Woche wichtig war, weil er mein Freund geworden ist. Der Bürgermeister von Ban Kading, im Haus von dessen Familie ich drei Tage übernachtet hab. Verbindung ohne gemeinsame Sprache.
Freitag, 29. Mai 2015
Wohin geht die Reise
Das was gerade ist genießen und nicht planen, planen planen und wissen müssen. Samstag Vormittag in Khua. Pilates DVD, Ausschlafen und Frühstück vorm Haus. Dann kommen schon die Gedanken: Wenn ich hier länger bleibe, würde ich Blumentöpfe aufstellen, die Terrasse putzen und mehr Deko besorgen. Was ist dann aber mit meiner Beziehung? Und mit meinen Freunden und Familie? Was ist jetzt hier mit Freundschaften und sozialen Kontakten? Babys sind süß, aber anstrengend, ich bin 32, will ich auch mal eines? Und wenn ich dann alt bin, was dann...? So spinnt sich die Gedankenschnur in die Zukunft.
Ich will gern voll dabei sein. Ohne Planung. Nur Träumen. Weil es kommt, wie es ist und ich muss es nicht wissen. Entscheidungen werden getroffen, wenn es so weit ist. Vertrauen in den Weg, dass er gut ist und ich ihn gehe. Mit Höhen und Tiefen, mit stolz sein und Fehlern, alles was dazu gehört. Fehler machen dürfen, und akzeptieren, genießen. Ich will Leichtigkeit!!!
Samstag, 23. Mai 2015
Overloaded
Manche Sachen mach ich gerne...
...mich im Dorf umschauen und mit den Leuten in Kontakt treten,
...M&E workshops planen und anleiten,
...mit den anderen vom Team plaudern,
...fotografieren,
...Schreiben,
...überlegen, wie man Dinge am besten gestalten kann.
Manche Sachen mach ich nicht gerne...
...Finanzberichte prüfen und Prognosen erstellen.
Andere Sachen mach ich eigentlich gerne, aber ich mach sie zum ersten Mal und hab dauernd Angst, während ich sie mach, dass es nicht gut genug ist. Zum Beispiel, Zeitplanung für ein Team von 23 Leuten, Konferenzen organisieren, monatliche Teammeetings und so weiter. Das sind die Sachen, die theoretisch Spaß machen könnten. Wenn der Rosa-Angsthase zu groß ist, machen sie aber keinen Spaß. Ich gewinne Vertrauen, indem ich einfach weiter gehe, umso länger ich da bin und sehe, es passiert nichts Schlimmes, es läuft irgendwie. Aber dann gibt es Fehler oder Versäumnisse und es ist mir so unangenehm, dass ich es nicht geschafft habe diese besser zu machen, dass ich die Mittel-Spaß-Dinge gar nicht mehr lustig finde. Dann wird alles ein Riesen-Problem in meinem Kopf und super kompliziert und ich so klein.
Niemand kann was mit einer verängstigten Person in einer Führungsposition anfangen. Das bringts einfach nicht. Also logischerweise sollt ich (würd ich gern) relaxen und das Ganze mit Spaß nehmen. Relaxen ist aber echt schwer wenn ich so angespannt bin. 24 Stunden. Ich könnte super einfach zum Rauchen anfangen und Bier trinken jeden Abend zum Abschalten.
Samstag, 9. Mai 2015
Kabya
Samstag, 2. Mai 2015
Ankommen
Gabs schon mal einen post mit dem Titel? Ich komm wohl immer wieder auf neuen Ebenen hier an. :-)
... von der Stadt aufs Land fahren und das Grün genießen und sooooo Lust haben auf die nächste Hügelspitze zu klettern;
...meine drei Lao Wörter auspacken können und Verbindung herstellen (ki fun - es staubt - funktioniert immer im Auto);
...die super steile mit dem Wind Landung in Udom Xay, ein echtes Erlebnis, besser als Prater;
...Kinder (die mir ihr Haus zeigen und erzählen was sich in den letzten 5 Wochen so getan hat, verstehs leider nicht);
...eeeendlich einen eigenen Schreibtisch und mit Internet sowie Überlistung des weißen Internet-Kastls - erleichtert;
..Pi Mai Spiele mit Wasser - ein ganzer Kübel über den Kopf;
...Gedanken an Schlafen im Baumhaus - die halbe Stunde der Bienen (halb 7 bis 7 ) und die Katze am Dach! Wahnsinn.
Sonntag, 26. April 2015
Job Description
Meine Job Description liest sich offiziell folgendermassen:
1) Contribute to strategic development and implementation of the Remote Ethnic Women Programme
2)To ensure leadership, effective implementation of provincial programme
3)To engage in effective representation and public relation
4)To build required capacity of staff, partners, local government and communities.
Ich hab grad den Eindruck nur mit Punkt 2 zu schwimmen, und das nur mit "implementation": Auto kaufen, Leute anstellen, Berichte schreiben, Konsulenten zu Rate ziehen... Dabei mag ich voll viele andere Dinge tun. So schaut meine perfekte JD zu diesen 4 Punkten aus:
1) Wir wissen wofuer wir arbeiten als Team und wie wir am besten einen Beitrag leisten koennen. Dazu dass Frauen von ethnischen Minderheiten (darf man nicht sagen) gleichberechtigt sind in ihren Familien, in der Gemeinde und von Seiten der Politik sowie von Dienstleistern. Dass sie dort leben, wo sie wollen, und so, wie sie wollen. Kurzum: dass ihre Menschenrechte (darf man nicht sagen) erfuellt sind und sie die notwendige Info, Wissen, Koennen, etc. haben um diese auch einzufordern. Meiner Meinung nach ist der Beitrag von uns, dahingehend Wissensaustausch zu foerdern und Netzwerke zu unterstuetzen, die die Meinungen von Leuten, die sonst nicht gehoert werden, einbringen. Dazu muessen wir die grossen Zusammenhaenge verstehen und diese zur Diskussion stellen. Wichtig ist, die Leute fuer die und mit denen wir arbeiten gut zu kennen und verstehen und hoeren was ihre Ziele sind. Und Ideen einbringen.
Mein Ziel fuer unsere Strategie ist 1) Zuhoeren koennen, 2) Wissen und Analysieren (d.h. relevanten Beitrag leisten durch Verstehen der Zusammenhaenge) und 3) Vermitteln koennen, was Zusammenarbeit und Lernen erst moeglich macht.
2)Leadership heisst fuer mich, ein Klima schaffen, in dem
- Leute in meinem Team ihre Arbeit aus Spass und Begeisterung machen;
- Sie wissen, wieso sie an was arbeiten und sehen koennen, was es bringt;
- Sie effizient und strukturiert arbeiten mit einem Plan der Sinn macht fuer sie;
- Ich mit den Leuten um mich herum gut in Verbindung stehe.
3) OK gut, ich ziehe auch den Sin (Lao Rock) and wenn ich repraesentiere.
4)Ich haette gerne dass wir Folgendes koennen:
- gut sein im Aufbauen von Verbindung: Zuhoeren und daraus unsere Zugaenge entwickeln (= Wissen schaffen, Verstehen und Analyse informiert unser Handeln). Participatory learning and action.
- gut sein im Schauen worauf es ankommt: gehts in die richtige Richtung? Wie wissen wir das? Participatory monitoring.
- macht es einen Unterschied, dass wir hier sind? Im Grossen und im Kleinen? Radical downward accountability und Politisierung.
Ah ja, und das alles am Besten in Lao. Daher, eine kurze Erinnerung an mich, geduldig mit mir zu sein.
Und die Beistrichregeln endlich checke.
1) Contribute to strategic development and implementation of the Remote Ethnic Women Programme
2)To ensure leadership, effective implementation of provincial programme
3)To engage in effective representation and public relation
4)To build required capacity of staff, partners, local government and communities.
Ich hab grad den Eindruck nur mit Punkt 2 zu schwimmen, und das nur mit "implementation": Auto kaufen, Leute anstellen, Berichte schreiben, Konsulenten zu Rate ziehen... Dabei mag ich voll viele andere Dinge tun. So schaut meine perfekte JD zu diesen 4 Punkten aus:
1) Wir wissen wofuer wir arbeiten als Team und wie wir am besten einen Beitrag leisten koennen. Dazu dass Frauen von ethnischen Minderheiten (darf man nicht sagen) gleichberechtigt sind in ihren Familien, in der Gemeinde und von Seiten der Politik sowie von Dienstleistern. Dass sie dort leben, wo sie wollen, und so, wie sie wollen. Kurzum: dass ihre Menschenrechte (darf man nicht sagen) erfuellt sind und sie die notwendige Info, Wissen, Koennen, etc. haben um diese auch einzufordern. Meiner Meinung nach ist der Beitrag von uns, dahingehend Wissensaustausch zu foerdern und Netzwerke zu unterstuetzen, die die Meinungen von Leuten, die sonst nicht gehoert werden, einbringen. Dazu muessen wir die grossen Zusammenhaenge verstehen und diese zur Diskussion stellen. Wichtig ist, die Leute fuer die und mit denen wir arbeiten gut zu kennen und verstehen und hoeren was ihre Ziele sind. Und Ideen einbringen.
Mein Ziel fuer unsere Strategie ist 1) Zuhoeren koennen, 2) Wissen und Analysieren (d.h. relevanten Beitrag leisten durch Verstehen der Zusammenhaenge) und 3) Vermitteln koennen, was Zusammenarbeit und Lernen erst moeglich macht.
2)Leadership heisst fuer mich, ein Klima schaffen, in dem
- Leute in meinem Team ihre Arbeit aus Spass und Begeisterung machen;
- Sie wissen, wieso sie an was arbeiten und sehen koennen, was es bringt;
- Sie effizient und strukturiert arbeiten mit einem Plan der Sinn macht fuer sie;
- Ich mit den Leuten um mich herum gut in Verbindung stehe.
3) OK gut, ich ziehe auch den Sin (Lao Rock) and wenn ich repraesentiere.
4)Ich haette gerne dass wir Folgendes koennen:
- gut sein im Aufbauen von Verbindung: Zuhoeren und daraus unsere Zugaenge entwickeln (= Wissen schaffen, Verstehen und Analyse informiert unser Handeln). Participatory learning and action.
- gut sein im Schauen worauf es ankommt: gehts in die richtige Richtung? Wie wissen wir das? Participatory monitoring.
- macht es einen Unterschied, dass wir hier sind? Im Grossen und im Kleinen? Radical downward accountability und Politisierung.
Ah ja, und das alles am Besten in Lao. Daher, eine kurze Erinnerung an mich, geduldig mit mir zu sein.
Glaubenssaetze die im Weg stehen und mich stressen:
Ich bin nur gut wenn ich alles erledige was zu tun ist,
zeitnah und mit hoechster Qualitaet.
Ich bin nur
gut, wenn alle (echt alle) mit dem zufrieden sind, was ich geleistet hab.
Ich bin nur
gut wenn ich Anerkennung und Lob von aussen bekommen. Auf allen Ebenen.
Ich bin nur
gut, wenn ich es allen recht mache und nicht anecke, wenn ich freundlich,
zuvorkommend und nett bin.
Ich bin nur
gut wenn ich mit links sogar Finanzen managen kann.
Und die Beistrichregeln endlich checke.
Sonntag, 12. April 2015
Abschalten
Hat gut getan. Zeit nehmen fuer Beziehung und Kopf ausschalten. Gut gehen lassen...Essen, Spazieren... bis ich umschalten kann auf Entspann-Modus - das hat echt gedauert. Nicht emails lesen. Nicht um 6 Aufwachen und im Kopf To Do Liste machen. Nicht mit mueden Augen vorm Computer einschlafen. Woaw, manchmal merk ich Anspannung erst so richtig in der Entspannung.
Anspannung macht keinen Spaaaasss. Und Angst-rosa-Plueschhasen-Futter = mich selbst NIE gut genug finden auch nicht. Ein Schritt nach dem anderen und nicht alles allein schupfen wollen.
Wenn Platz im Kopf da ist fuer Gedanken, kommen auch Zukunftsfragen. Und Fragen nach WIE und WO leben wollen. Ein Turm in Griechenland? Eine Strandbar am Meer? Ein Haus in Khua? Ein apartment im 16.? Wie ist wohl wichtiger als Wo. Und dann gaebs noch das mit WEM. Das ist leicht. Nur lassen sich die wichtigen Leute nicht wie Mensch-aerger-dich-nicht Steine herumschieben. Schade manchmal! Wollt ihr nicht alle nach Khua kommen? Bitte. Wie? Im Jetzt. Maybe life is a box of chocolates!
Anspannung macht keinen Spaaaasss. Und Angst-rosa-Plueschhasen-Futter = mich selbst NIE gut genug finden auch nicht. Ein Schritt nach dem anderen und nicht alles allein schupfen wollen.
Wenn Platz im Kopf da ist fuer Gedanken, kommen auch Zukunftsfragen. Und Fragen nach WIE und WO leben wollen. Ein Turm in Griechenland? Eine Strandbar am Meer? Ein Haus in Khua? Ein apartment im 16.? Wie ist wohl wichtiger als Wo. Und dann gaebs noch das mit WEM. Das ist leicht. Nur lassen sich die wichtigen Leute nicht wie Mensch-aerger-dich-nicht Steine herumschieben. Schade manchmal! Wollt ihr nicht alle nach Khua kommen? Bitte. Wie? Im Jetzt. Maybe life is a box of chocolates!
Sonntag, 22. März 2015
Khua intensiv
Die letzten Wochen waren Khua-intensiv: Zwei Journalisten auf Besuch (deren Agenda planen plus normale Arbeit), dann Monitoring Workshop planen / unterstuetzen (plus normale Arbeit, plus Besuch). Puh, puh. Mit Freundinnen-Besuch/Arbeit Doppelpack.
Arbeit macht Spass, wenn: ich den Eindruck habe, es geht was weiter und meinen Beitrag bringts, wenn ich Dinge lenken kann, neue Sachen verstehe, wenn ich gemeinsam mit anderen phantasiere und dann manche von den Sachen umsetzen kann, wenn ich coole Gespraeche mit den Kollegen hab, ein paar Woerter Lao verstehe oder auf meine 3 Monats-Probezeit super Rueckmeldung bekomm.
Am wenigsten machts Spass, wenn: ich mit mir unzufrieden bin. Dann glaub ich, ich bin zu langsam, zu umstaendlich, nicht klar genug, kann keine Prioritaeten setzen, kenn mich nicht genug aus... so viele Innen-Woelfe oder Plueschhasen-Stimmen! Ich mags so gern alles gut machen. Gut genug - fuer mich? Es scheint so ein ziemlicher Berg zu sein, ich irgendwo auf halber Hoehe bergauf. Schnaufend. Manchmal stehen bleibend und herum schauend. Manchmal mich versteckend hinter Baeumen. Manchmal geniessend und angenehm gehend. Natur halt, gibt viel davon in Khua.
Entdeckungen...ausser Natur gibts auch Eis in Khua! (sogar Schoko, ich bin gerettet) Tamarind-Fisch und Tom Yam Suppe schmecken extreeeem lecker, vor allem bei Stromausfall, Gewitter und Kerzenlicht. Juhuuu, Khua mit Freundin macht noch mehr Spass!!!
Heute wunderbar: Abendessen in Luang Prabang, ein Glas Wein, gegenueber vom Tempel, 100% zufrieden, ganz mit mir allein!!! Tut gut!
In 6 Tagen kommt Matthias. Waaaaooow. Ich kanns nicht glauben.
Arbeit macht Spass, wenn: ich den Eindruck habe, es geht was weiter und meinen Beitrag bringts, wenn ich Dinge lenken kann, neue Sachen verstehe, wenn ich gemeinsam mit anderen phantasiere und dann manche von den Sachen umsetzen kann, wenn ich coole Gespraeche mit den Kollegen hab, ein paar Woerter Lao verstehe oder auf meine 3 Monats-Probezeit super Rueckmeldung bekomm.
Am wenigsten machts Spass, wenn: ich mit mir unzufrieden bin. Dann glaub ich, ich bin zu langsam, zu umstaendlich, nicht klar genug, kann keine Prioritaeten setzen, kenn mich nicht genug aus... so viele Innen-Woelfe oder Plueschhasen-Stimmen! Ich mags so gern alles gut machen. Gut genug - fuer mich? Es scheint so ein ziemlicher Berg zu sein, ich irgendwo auf halber Hoehe bergauf. Schnaufend. Manchmal stehen bleibend und herum schauend. Manchmal mich versteckend hinter Baeumen. Manchmal geniessend und angenehm gehend. Natur halt, gibt viel davon in Khua.
Entdeckungen...ausser Natur gibts auch Eis in Khua! (sogar Schoko, ich bin gerettet) Tamarind-Fisch und Tom Yam Suppe schmecken extreeeem lecker, vor allem bei Stromausfall, Gewitter und Kerzenlicht. Juhuuu, Khua mit Freundin macht noch mehr Spass!!!
Heute wunderbar: Abendessen in Luang Prabang, ein Glas Wein, gegenueber vom Tempel, 100% zufrieden, ganz mit mir allein!!! Tut gut!
In 6 Tagen kommt Matthias. Waaaaooow. Ich kanns nicht glauben.
Samstag, 7. März 2015
Die Schönheit des Unvollkommenen
Noch eine lange Busfahrt und viel Zeit zum Lesen. Zwischen viel Herumgeschüttle, Staubwolken, essenden und reisekranken MitfahrerInnen genieße ich die Zeit für mich selber. Momente genießen funktioniert manchmal wie von außen ein Foto von einer Situation machen. Klick - gespeichert!
Das Foto von dieser Busreise ist inspiriert von Brene Browns Buch Daring greatly (danke, liebe Freundin, für die Empfehlung):
"Perfectionism is not about healthy achievement and growth. Perfectionism is a defensive move. It's the belief that if we do things perfectly and look perfect, we can minimise or avoid the pain of blame, judgment and shame. Perfectionism is about trying to earn approval.
"To claim the truth of who we are, where we come from, what we believe, and the very imperfect nature of our lives, we have to be willing to give ourselves a break and appreciate the beauty of our cracks or imperfections."
Mir bleibt die Luft weg - wie gut ich sie drauf hab diese "perfekt-sein" Rüstung. Dahinter läßt es sich leicht recht haben. Was kann ich nicht sein als Ritter? Schwach, müde, spontan, Hilfe suchend, unwissend... Alles was ich bei anderen voll ok finde.
Übungen zum Unperfektsein-Dürfen: Negatives feedback annehmen ohne innerlich zu denken er/sie ist blöd oder ich bin blöd? Tanzen weil es Spaß macht ohne zu denken wie es für andere ausschaut? Lao Wörter sagen auch wenn sie falsch klingen? Ich will mehr über diese Ritterrüstung herausfinden.
Samstag, 28. Februar 2015
Dabei sein
Emails beantworten, Gedanken herumdrehen, Sachen entscheiden, Teammeetings, wichtige Leute treffen, weniger wichtige Leute treffen, Fragen beantworten, Fragen stellen, Plaene machen...
So viel richtig machen muessen in meinem Kopf! Passt das so? Gehoert das eh so? Ist es die richtige Entscheidung? Die richtige Person in cc...? Puhhh. So ein Angsthase in mir - ein RIESENHASE. Das mag ich gar nicht, da schau ich am liebsten schnell ganz woanders hin.
Wie schaut er aus? Er huepft vor sich hin und versucht, sich nicht selber anzuschauen. Obwohl er vielleicht fett und pink und offensichtlich ist. Der versucht alles schnell und effizient zu machen und ja nicht anzuecken und nur positives Feedback zu bekommen, weil das schmeckt gut! Vielleicht ist er dabei ein bisschen unecht und das Gegenteil von plueschig?
Teamleitung
...perfekt sein oder mit dem Herzen dabei sein?
..."richtig machen" oder mit Freude machen und Fehler machen duerfen?
...sich klein machen (weil unsicher) oder voll da(bei) sein?
...schnell "erledigen" oder zuhoeren und sich Zeit fuer andere Meinungen nehmen?
Ich waer lieber ein Elefant. So wie heute im Elefant Convervation Center. Die sind cool - tonnenschwer trotten sie vor sich hin, ihren Weg. Und spielen miteinander und genieeeessen das Wasser! Also, los gehts :-)
So viel richtig machen muessen in meinem Kopf! Passt das so? Gehoert das eh so? Ist es die richtige Entscheidung? Die richtige Person in cc...? Puhhh. So ein Angsthase in mir - ein RIESENHASE. Das mag ich gar nicht, da schau ich am liebsten schnell ganz woanders hin.
Wie schaut er aus? Er huepft vor sich hin und versucht, sich nicht selber anzuschauen. Obwohl er vielleicht fett und pink und offensichtlich ist. Der versucht alles schnell und effizient zu machen und ja nicht anzuecken und nur positives Feedback zu bekommen, weil das schmeckt gut! Vielleicht ist er dabei ein bisschen unecht und das Gegenteil von plueschig?
Teamleitung
...perfekt sein oder mit dem Herzen dabei sein?
..."richtig machen" oder mit Freude machen und Fehler machen duerfen?
...sich klein machen (weil unsicher) oder voll da(bei) sein?
...schnell "erledigen" oder zuhoeren und sich Zeit fuer andere Meinungen nehmen?
Ich waer lieber ein Elefant. So wie heute im Elefant Convervation Center. Die sind cool - tonnenschwer trotten sie vor sich hin, ihren Weg. Und spielen miteinander und genieeeessen das Wasser! Also, los gehts :-)
Donnerstag, 19. Februar 2015
Grey. Not black and white
Besuch in einem „target village“ im Bezirk Samphan. Knapp zwei Stunden von Khua auf einer Rumpel-Schotter-Straße. Dicke braune Staubschicht auf mir beim Ankommen und in meinem Kopf die Frage, wie das in der rainy season funktionieren soll. Eines der gut erreichbaren Dörfer, direkt an der neuen Straße. Seit zwei Jahren gibt es sie, gebaut von China, um die 6 geplanten Staudämme entlang es Nam Ou Flusses zu bauen. Bis die fertig sind, länger wird diese Straße (so wie sie jetzt schon ausschaut) nicht halten. Nicht nur die Lastwagenfahrer, auch die Straßenschilder sind aus China (zumindest sind sie auf Chinesisch). Vor den Chinesen gab es keine Straße und aus dem Dorf hat man zwei Tage zu Fuß nach Khua gebraucht. Ohne Fahrzeug braucht man das heute noch (die meisten Leute haben keins, wir treffen chinesische Lastwägen und 2 Motorräder Gegenverkehr auf 45 km).
Sechs
Dörfer werden bei Fertigstellung des Damms geflutet. Sie werden umgesiedelt und
bekommen von der chinesischen Firma neue Häuser gebaut und drei Jahre lang Reis.
Während ich mir Gedanken mach, wie es sein muss, wenn die Kaiserbrunn unter
Wasser ist, meint der Naibhan, dass vor allem die Bessergestellten unzufrieden
seien, weil sie ihr Land verlieren (dafür gibt’s keine Entschädigung). Die
Ärmeren kommen gut davon – sie bekommen neue (bessere?) Häuser.
Schnellere
Transportwege, Anschluss an Märkte, neue Einkommensmöglichkeiten entlang der
Straße, Verlieren von Heimat, Zerstörung von Natur – „Entwicklung“, die hier unter Fahne der Chinesen
kommt, hat viele Gesichter. Wer die Gewinner und Verlier sein werden ist wohl grau,
nicht schwarz weiß. Dass die Firmen und Vergabebehörden ganz oben dabei sind,
ist klar. Auch der Naibhan ist gut vernetzt. Wir arbeiten in dem Dorf, weil die
Regierung – die hier bei allem Mitspracherecht hat – es ausgewählt hat, aber : ob hier die „Ärmsten der Armen“
zu Hause sind?
Samstag, 14. Februar 2015
(zu) Haus(e?)
"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich vertraut machen "
(Chinesischer Plastik-)Teppich statt Fliesenboden, Herd und Kochen statt Restaurant, Lichterkette statt Neonlicht!! Der komischte Moment war, den Kühlschrank aufzumachen. Das ist wirklich wie einziehen...und den hier werd ich jetzt putzen die nächste Zeit?!
Außerdem: Motorrad mit Gängen fahren geübt, ist nicht so schwer! Morgen ins Dorf fahren CVCA (Klima/Anpassungs- Datenerhebung anschauen). Wochenende hat auch eine etwas andere Definition - Khua ist auch nicht so groß dass man Leuten aus dem Weg gehen kann. Tiere ist auch das Thema hier: im CARE Büro gibts eine Katze, 4 Hasen, einen Bienenschwarm und viele Geckos. Bei mir in der Dusche eine fette Kröte! Gestern hab ich ihr die Dusche überlassen, aber heute das Loch zugestopft!
Über Arbeit mag ich grad nicht schreiben, das nimmt eh schon so viel Platz ein... Diese Woche vor allem Sachen zwischen Leuten. Umgang, Gerede, Personalauswahl. Hmpf. Nicht nur lustig.
Samstag, 7. Februar 2015
Parentesis (...)
Monat 1 ist vorbei (seit 2 Tagen). Zeit fuer Klammer auf - Zurueckschauen - Klammer zu. Zeit war das grosse Thema dieses Monat...
...durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Ort, ca. 3 Tage
...Flugreisen insgesamt: 8
...Autofahrten von ueber 6 Stunden: 7 (davon 2 mit Bachdurchquerung, yeah)
...Abende alleine: max. 7 (???), gefuehlte 2
...Bootfahrt, leider noch null
...Tage ohne Nudelsuppe foeeee: 0 (? ok, vielleicht 2)
Soviel dazu, warum ich muede bin. Ich frag mich nur, warum ich mich trotzdem wunder drueber? Erkenntnis von gestern Abend: Wenn ich muede bin, Aufhoeren, Pause machen, Schlafen. Eigentlich super logisch, nur hab ich mir das die letzten paar Wochen nicht gegoennt. Tut aber gut!!!
Nicht auf mich schauen, das passiert mir echt sooo schnell wenn ich von Anforderungen umgeben bin. Dann ess ich komisch, mach keine Bewegung, kann nicht abschalten. Nachdem ich die ersten 2 Wochen wie ein Schwamm alles aufgesaugt hab, die 3. Woche mit mir selber (bzw. der Planung einer OP in Bangkok*) beschaeftigt war, hab ich letzte Woche ploetzlich Mega-Unsicherheit bekommen. Dass ich das alles nicht schaff von der Menge und Intelligenz her, dass alle anderen viel mehr Ahnung haben als ich (was teilweise stimmen mag, vor allem, wenn man mit Leuten verglichen wird, die seit Jahren in Laos leben, perfekt Lao koennen und 30 Jahre aelter sind) und dass ich keine Ahnung hab, womit ich beginnen soll. Guter Rat einer Freundin: Fang mal an mit etwas (was du kannst oder weisst) an, der Rest wird sich schon ergeben.
Jedenfalls ist Verbindung verlieren bloed, weil es auch Spass verlieren mit sich bringt und ueberhaupt alles eher muehsam macht. Also: Egal wie viel los ist, nach innen schauen.
Das hoert sich jetzt voll tragisch an, ist es aber nicht. Das liegt wohl in der Natur verschriftlicher Erkenntnisse. Kommt mir auch alles sehr bekannt vor (muss dann mal in den alten Eintraegen nachlesen), wieso muss ich manche Dinge immer wieder (ver)lernen? Hier kommen die Perlen:
...Motorrad mit Schaltung fahren gelernt
...das lustigste Lao Wort bisher: man falang = Erdaepfel = Frucht Auslaender
...Management Team, das kritisch denkt und progressiver als der Rest der Organisation handelt (und denkt, die Seele an diese Organisation verkauft zu haben, alias was veraendern will)
...Fruehlingsrollen rollen gelernt
...Schoko- und Kaffeesucht ist imaginaer
...Kokosnuss aus dem Garten des field office geholt und gegessen
...bis 25 zaehlen gelernt beim Badminton-Spielen (ich bin total unfit!!!)
...die beste warme Dusche der Welt genossen
...Diskussionen ueber Warum? und Wie? development (in Laos) Sinn macht
...Abendspaziergang mit Kollegin, die kein Wort Englisch kann = zum Zerkugeln!!!
...Zeit mit mir: Luang Prabang flair, Abendessen im bistrot 22 in Vientiane
...das 1. Mal viele Zettel unterschrieben, die mit Geld ausgeben zu tun haben. Fuehlt sich unbekannt an.
Bin gespannt, was Monat zwei bringt!!!!
* jetzt wieder tutto paletti!
...durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Ort, ca. 3 Tage
...Flugreisen insgesamt: 8
...Autofahrten von ueber 6 Stunden: 7 (davon 2 mit Bachdurchquerung, yeah)
...Abende alleine: max. 7 (???), gefuehlte 2
...Bootfahrt, leider noch null
...Tage ohne Nudelsuppe foeeee: 0 (? ok, vielleicht 2)
Soviel dazu, warum ich muede bin. Ich frag mich nur, warum ich mich trotzdem wunder drueber? Erkenntnis von gestern Abend: Wenn ich muede bin, Aufhoeren, Pause machen, Schlafen. Eigentlich super logisch, nur hab ich mir das die letzten paar Wochen nicht gegoennt. Tut aber gut!!!
Nicht auf mich schauen, das passiert mir echt sooo schnell wenn ich von Anforderungen umgeben bin. Dann ess ich komisch, mach keine Bewegung, kann nicht abschalten. Nachdem ich die ersten 2 Wochen wie ein Schwamm alles aufgesaugt hab, die 3. Woche mit mir selber (bzw. der Planung einer OP in Bangkok*) beschaeftigt war, hab ich letzte Woche ploetzlich Mega-Unsicherheit bekommen. Dass ich das alles nicht schaff von der Menge und Intelligenz her, dass alle anderen viel mehr Ahnung haben als ich (was teilweise stimmen mag, vor allem, wenn man mit Leuten verglichen wird, die seit Jahren in Laos leben, perfekt Lao koennen und 30 Jahre aelter sind) und dass ich keine Ahnung hab, womit ich beginnen soll. Guter Rat einer Freundin: Fang mal an mit etwas (was du kannst oder weisst) an, der Rest wird sich schon ergeben.
Jedenfalls ist Verbindung verlieren bloed, weil es auch Spass verlieren mit sich bringt und ueberhaupt alles eher muehsam macht. Also: Egal wie viel los ist, nach innen schauen.
Das hoert sich jetzt voll tragisch an, ist es aber nicht. Das liegt wohl in der Natur verschriftlicher Erkenntnisse. Kommt mir auch alles sehr bekannt vor (muss dann mal in den alten Eintraegen nachlesen), wieso muss ich manche Dinge immer wieder (ver)lernen? Hier kommen die Perlen:
...Motorrad mit Schaltung fahren gelernt
...das lustigste Lao Wort bisher: man falang = Erdaepfel = Frucht Auslaender
...Management Team, das kritisch denkt und progressiver als der Rest der Organisation handelt (und denkt, die Seele an diese Organisation verkauft zu haben, alias was veraendern will)
...Fruehlingsrollen rollen gelernt
...Schoko- und Kaffeesucht ist imaginaer
...Kokosnuss aus dem Garten des field office geholt und gegessen
...bis 25 zaehlen gelernt beim Badminton-Spielen (ich bin total unfit!!!)
...die beste warme Dusche der Welt genossen
...Diskussionen ueber Warum? und Wie? development (in Laos) Sinn macht
...Abendspaziergang mit Kollegin, die kein Wort Englisch kann = zum Zerkugeln!!!
...Zeit mit mir: Luang Prabang flair, Abendessen im bistrot 22 in Vientiane
...das 1. Mal viele Zettel unterschrieben, die mit Geld ausgeben zu tun haben. Fuehlt sich unbekannt an.
Bin gespannt, was Monat zwei bringt!!!!
* jetzt wieder tutto paletti!
Donnerstag, 22. Januar 2015
Phongsaly
Heute nur ein paar Fotoeindrücke weil ich suuuper müde bin und gleich ins Bett fall - sozusagen zum 1. Mal in "mein Bett", juhuuu!! Deswegen ein Haus, auch wenn es nicht "mein Haus" ist, aber so ca. schauen die Häuser in Muang Khua aus.
Phongsaly (6 Std. nördlich von Khua) ist fast schon China. Lauter chinesisch ausschauende Leute, chinesisch-Dialekt sprechende Leute, chinesische SUVs mit verspiegelten Scheiben und chinesische Kautschukplantagen. Und unglaublich viele chinesische LKWs die Beton zu den Staudämmen und Mais nach China bringen. Geld für ein paar.
Auflösung: Lotto!!! :-)
Frage der Woche: Kann ich das alles gut genug?!?!! Mal schauen...
Phongsaly (6 Std. nördlich von Khua) ist fast schon China. Lauter chinesisch ausschauende Leute, chinesisch-Dialekt sprechende Leute, chinesische SUVs mit verspiegelten Scheiben und chinesische Kautschukplantagen. Und unglaublich viele chinesische LKWs die Beton zu den Staudämmen und Mais nach China bringen. Geld für ein paar.
Frage der Woche: Kann ich das alles gut genug?!?!! Mal schauen...
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