Freitag, 29. Mai 2015

Wohin geht die Reise

Das was gerade ist genießen und nicht planen, planen planen und wissen müssen. Samstag Vormittag in Khua. Pilates DVD, Ausschlafen und Frühstück vorm Haus. Dann kommen schon die Gedanken: Wenn ich hier länger bleibe, würde ich Blumentöpfe aufstellen, die Terrasse putzen und mehr Deko besorgen. Was ist dann aber mit meiner Beziehung? Und mit meinen Freunden und Familie? Was ist jetzt hier mit Freundschaften und sozialen Kontakten? Babys sind süß, aber anstrengend, ich bin 32, will ich auch mal eines? Und wenn ich dann alt bin, was dann...?  So spinnt sich die Gedankenschnur in die Zukunft.

Ich will gern voll dabei sein. Ohne Planung. Nur Träumen. Weil es kommt, wie es ist und ich muss es nicht wissen. Entscheidungen werden getroffen, wenn es so weit ist. Vertrauen in den Weg, dass er gut ist und ich ihn gehe. Mit Höhen und Tiefen, mit stolz sein und Fehlern, alles was dazu gehört. Fehler machen dürfen, und akzeptieren, genießen. Ich will Leichtigkeit!!!


Samstag, 23. Mai 2015

Overloaded


Manche Sachen mach ich gerne...

...mich im Dorf umschauen und mit den Leuten in Kontakt treten,
...M&E workshops planen und anleiten,
...mit den anderen vom Team plaudern,
...fotografieren,
...Schreiben,
...überlegen, wie man Dinge am besten gestalten kann.

Manche Sachen mach ich nicht gerne...
...Finanzberichte prüfen und Prognosen erstellen.

Andere Sachen mach ich eigentlich gerne, aber ich mach sie zum ersten Mal und hab dauernd Angst, während ich sie mach, dass es nicht gut genug ist. Zum Beispiel, Zeitplanung für ein Team von 23 Leuten, Konferenzen organisieren, monatliche Teammeetings und so weiter. Das sind die Sachen, die theoretisch Spaß machen könnten. Wenn der Rosa-Angsthase zu groß ist, machen sie aber keinen Spaß. Ich gewinne Vertrauen, indem ich einfach weiter gehe, umso länger ich da bin und sehe, es passiert nichts Schlimmes, es läuft irgendwie. Aber dann gibt es Fehler oder Versäumnisse und es ist mir so unangenehm, dass ich es nicht geschafft habe diese besser zu machen, dass ich die Mittel-Spaß-Dinge gar nicht mehr lustig finde. Dann wird alles ein Riesen-Problem in meinem Kopf und super kompliziert und ich so klein. 

Niemand kann was mit einer verängstigten Person in einer Führungsposition anfangen. Das bringts einfach nicht. Also logischerweise sollt ich (würd ich gern) relaxen und das Ganze mit Spaß nehmen. Relaxen ist aber echt schwer wenn ich so angespannt bin. 24 Stunden. Ich könnte super einfach zum Rauchen anfangen und Bier trinken jeden Abend zum Abschalten. 

Oder ich schau mich in den (kleinen chinesischen Plastik) Spiegel über meiner Tür und denk mir, ok, ich mag mich. Ich mach das. Nicht perfekt aber zumindest besser als ich wär nicht da. Nicht so gut wie der, der 20 Jahre älter ist. Oder die die seit 30 Jahren in dem Job ist. Oder wie sich jedeR einzelne vom Team das erwartet. Aber ich bin da und dabei. Und ich darf lernen. Déjà vu, déjà écrit? 





Samstag, 9. Mai 2015

Kabya

...heißt Schmetterling! Gerade gelernt von den kleinen Nachbar-Kids!!! Ein halbe Stunde Malbuch malen und Mini-Hund streicheln hat meinen Tag wieder gut gemacht. Mann oh Mann, kann ich mich bitte selbst dran erinnern dass die kleinen Dinge schön sind und nicht mitten in Laos 16 Stunden pro Tag vorm Computer sitzen? Ich hab das Gefühl die ganze Woche ist mir verloren gegangen. Keine Interaktion, Verbindung, nichts nur "fertig machen müssen", "gut machen müssen", "schnell machen müssen", "ist es gut genug", "wirklich?",...  Ahhhrgghh. Wieso, wieso schaff ich es nicht das anders hinzukriegen??! Verschieben gilt nicht mehr.


Samstag, 2. Mai 2015

Ankommen


Gabs schon mal einen post mit dem Titel? Ich komm wohl immer wieder auf neuen Ebenen hier an. :-)

Was mich zum Schmunzeln und Lachen bringt mag ich mir merken (nicht mühsame Stunden vorm Computer): 



... von der Stadt aufs Land fahren und das Grün genießen und sooooo Lust haben auf die nächste Hügelspitze zu klettern;
...meine drei Lao Wörter auspacken können und Verbindung herstellen (ki fun - es staubt - funktioniert immer im Auto);
...die super steile mit dem Wind Landung in Udom Xay, ein echtes Erlebnis, besser als Prater;
...Kinder (die mir ihr Haus zeigen und erzählen was sich in den letzten 5 Wochen so getan hat, verstehs leider nicht);
...eeeendlich einen eigenen Schreibtisch und mit Internet sowie Überlistung des weißen Internet-Kastls - erleichtert;
..Pi Mai Spiele mit Wasser - ein ganzer Kübel über den Kopf;
...Gedanken an Schlafen im Baumhaus - die halbe Stunde der Bienen (halb 7 bis 7 ) und die Katze am Dach! Wahnsinn.