Emails beantworten, Gedanken herumdrehen, Sachen entscheiden, Teammeetings, wichtige Leute treffen, weniger wichtige Leute treffen, Fragen beantworten, Fragen stellen, Plaene machen...
So viel richtig machen muessen in meinem Kopf! Passt das so? Gehoert das eh so? Ist es die richtige Entscheidung? Die richtige Person in cc...? Puhhh. So ein Angsthase in mir - ein RIESENHASE. Das mag ich gar nicht, da schau ich am liebsten schnell ganz woanders hin.
Wie schaut er aus? Er huepft vor sich hin und versucht, sich nicht selber anzuschauen. Obwohl er vielleicht fett und pink und offensichtlich ist. Der versucht alles schnell und effizient zu machen und ja nicht anzuecken und nur positives Feedback zu bekommen, weil das schmeckt gut! Vielleicht ist er dabei ein bisschen unecht und das Gegenteil von plueschig?
Teamleitung
...perfekt sein oder mit dem Herzen dabei sein?
..."richtig machen" oder mit Freude machen und Fehler machen duerfen?
...sich klein machen (weil unsicher) oder voll da(bei) sein?
...schnell "erledigen" oder zuhoeren und sich Zeit fuer andere Meinungen nehmen?
Ich waer lieber ein Elefant. So wie heute im Elefant Convervation Center. Die sind cool - tonnenschwer trotten sie vor sich hin, ihren Weg. Und spielen miteinander und genieeeessen das Wasser! Also, los gehts :-)
Samstag, 28. Februar 2015
Donnerstag, 19. Februar 2015
Grey. Not black and white
Besuch in einem „target village“ im Bezirk Samphan. Knapp zwei Stunden von Khua auf einer Rumpel-Schotter-Straße. Dicke braune Staubschicht auf mir beim Ankommen und in meinem Kopf die Frage, wie das in der rainy season funktionieren soll. Eines der gut erreichbaren Dörfer, direkt an der neuen Straße. Seit zwei Jahren gibt es sie, gebaut von China, um die 6 geplanten Staudämme entlang es Nam Ou Flusses zu bauen. Bis die fertig sind, länger wird diese Straße (so wie sie jetzt schon ausschaut) nicht halten. Nicht nur die Lastwagenfahrer, auch die Straßenschilder sind aus China (zumindest sind sie auf Chinesisch). Vor den Chinesen gab es keine Straße und aus dem Dorf hat man zwei Tage zu Fuß nach Khua gebraucht. Ohne Fahrzeug braucht man das heute noch (die meisten Leute haben keins, wir treffen chinesische Lastwägen und 2 Motorräder Gegenverkehr auf 45 km).
Sechs
Dörfer werden bei Fertigstellung des Damms geflutet. Sie werden umgesiedelt und
bekommen von der chinesischen Firma neue Häuser gebaut und drei Jahre lang Reis.
Während ich mir Gedanken mach, wie es sein muss, wenn die Kaiserbrunn unter
Wasser ist, meint der Naibhan, dass vor allem die Bessergestellten unzufrieden
seien, weil sie ihr Land verlieren (dafür gibt’s keine Entschädigung). Die
Ärmeren kommen gut davon – sie bekommen neue (bessere?) Häuser.
Schnellere
Transportwege, Anschluss an Märkte, neue Einkommensmöglichkeiten entlang der
Straße, Verlieren von Heimat, Zerstörung von Natur – „Entwicklung“, die hier unter Fahne der Chinesen
kommt, hat viele Gesichter. Wer die Gewinner und Verlier sein werden ist wohl grau,
nicht schwarz weiß. Dass die Firmen und Vergabebehörden ganz oben dabei sind,
ist klar. Auch der Naibhan ist gut vernetzt. Wir arbeiten in dem Dorf, weil die
Regierung – die hier bei allem Mitspracherecht hat – es ausgewählt hat, aber : ob hier die „Ärmsten der Armen“
zu Hause sind?
Samstag, 14. Februar 2015
(zu) Haus(e?)
"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich vertraut machen "
(Chinesischer Plastik-)Teppich statt Fliesenboden, Herd und Kochen statt Restaurant, Lichterkette statt Neonlicht!! Der komischte Moment war, den Kühlschrank aufzumachen. Das ist wirklich wie einziehen...und den hier werd ich jetzt putzen die nächste Zeit?!
Außerdem: Motorrad mit Gängen fahren geübt, ist nicht so schwer! Morgen ins Dorf fahren CVCA (Klima/Anpassungs- Datenerhebung anschauen). Wochenende hat auch eine etwas andere Definition - Khua ist auch nicht so groß dass man Leuten aus dem Weg gehen kann. Tiere ist auch das Thema hier: im CARE Büro gibts eine Katze, 4 Hasen, einen Bienenschwarm und viele Geckos. Bei mir in der Dusche eine fette Kröte! Gestern hab ich ihr die Dusche überlassen, aber heute das Loch zugestopft!
Über Arbeit mag ich grad nicht schreiben, das nimmt eh schon so viel Platz ein... Diese Woche vor allem Sachen zwischen Leuten. Umgang, Gerede, Personalauswahl. Hmpf. Nicht nur lustig.
Samstag, 7. Februar 2015
Parentesis (...)
Monat 1 ist vorbei (seit 2 Tagen). Zeit fuer Klammer auf - Zurueckschauen - Klammer zu. Zeit war das grosse Thema dieses Monat...
...durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Ort, ca. 3 Tage
...Flugreisen insgesamt: 8
...Autofahrten von ueber 6 Stunden: 7 (davon 2 mit Bachdurchquerung, yeah)
...Abende alleine: max. 7 (???), gefuehlte 2
...Bootfahrt, leider noch null
...Tage ohne Nudelsuppe foeeee: 0 (? ok, vielleicht 2)
Soviel dazu, warum ich muede bin. Ich frag mich nur, warum ich mich trotzdem wunder drueber? Erkenntnis von gestern Abend: Wenn ich muede bin, Aufhoeren, Pause machen, Schlafen. Eigentlich super logisch, nur hab ich mir das die letzten paar Wochen nicht gegoennt. Tut aber gut!!!
Nicht auf mich schauen, das passiert mir echt sooo schnell wenn ich von Anforderungen umgeben bin. Dann ess ich komisch, mach keine Bewegung, kann nicht abschalten. Nachdem ich die ersten 2 Wochen wie ein Schwamm alles aufgesaugt hab, die 3. Woche mit mir selber (bzw. der Planung einer OP in Bangkok*) beschaeftigt war, hab ich letzte Woche ploetzlich Mega-Unsicherheit bekommen. Dass ich das alles nicht schaff von der Menge und Intelligenz her, dass alle anderen viel mehr Ahnung haben als ich (was teilweise stimmen mag, vor allem, wenn man mit Leuten verglichen wird, die seit Jahren in Laos leben, perfekt Lao koennen und 30 Jahre aelter sind) und dass ich keine Ahnung hab, womit ich beginnen soll. Guter Rat einer Freundin: Fang mal an mit etwas (was du kannst oder weisst) an, der Rest wird sich schon ergeben.
Jedenfalls ist Verbindung verlieren bloed, weil es auch Spass verlieren mit sich bringt und ueberhaupt alles eher muehsam macht. Also: Egal wie viel los ist, nach innen schauen.
Das hoert sich jetzt voll tragisch an, ist es aber nicht. Das liegt wohl in der Natur verschriftlicher Erkenntnisse. Kommt mir auch alles sehr bekannt vor (muss dann mal in den alten Eintraegen nachlesen), wieso muss ich manche Dinge immer wieder (ver)lernen? Hier kommen die Perlen:
...Motorrad mit Schaltung fahren gelernt
...das lustigste Lao Wort bisher: man falang = Erdaepfel = Frucht Auslaender
...Management Team, das kritisch denkt und progressiver als der Rest der Organisation handelt (und denkt, die Seele an diese Organisation verkauft zu haben, alias was veraendern will)
...Fruehlingsrollen rollen gelernt
...Schoko- und Kaffeesucht ist imaginaer
...Kokosnuss aus dem Garten des field office geholt und gegessen
...bis 25 zaehlen gelernt beim Badminton-Spielen (ich bin total unfit!!!)
...die beste warme Dusche der Welt genossen
...Diskussionen ueber Warum? und Wie? development (in Laos) Sinn macht
...Abendspaziergang mit Kollegin, die kein Wort Englisch kann = zum Zerkugeln!!!
...Zeit mit mir: Luang Prabang flair, Abendessen im bistrot 22 in Vientiane
...das 1. Mal viele Zettel unterschrieben, die mit Geld ausgeben zu tun haben. Fuehlt sich unbekannt an.
Bin gespannt, was Monat zwei bringt!!!!
* jetzt wieder tutto paletti!
...durchschnittliche Aufenthaltsdauer an einem Ort, ca. 3 Tage
...Flugreisen insgesamt: 8
...Autofahrten von ueber 6 Stunden: 7 (davon 2 mit Bachdurchquerung, yeah)
...Abende alleine: max. 7 (???), gefuehlte 2
...Bootfahrt, leider noch null
...Tage ohne Nudelsuppe foeeee: 0 (? ok, vielleicht 2)
Soviel dazu, warum ich muede bin. Ich frag mich nur, warum ich mich trotzdem wunder drueber? Erkenntnis von gestern Abend: Wenn ich muede bin, Aufhoeren, Pause machen, Schlafen. Eigentlich super logisch, nur hab ich mir das die letzten paar Wochen nicht gegoennt. Tut aber gut!!!
Nicht auf mich schauen, das passiert mir echt sooo schnell wenn ich von Anforderungen umgeben bin. Dann ess ich komisch, mach keine Bewegung, kann nicht abschalten. Nachdem ich die ersten 2 Wochen wie ein Schwamm alles aufgesaugt hab, die 3. Woche mit mir selber (bzw. der Planung einer OP in Bangkok*) beschaeftigt war, hab ich letzte Woche ploetzlich Mega-Unsicherheit bekommen. Dass ich das alles nicht schaff von der Menge und Intelligenz her, dass alle anderen viel mehr Ahnung haben als ich (was teilweise stimmen mag, vor allem, wenn man mit Leuten verglichen wird, die seit Jahren in Laos leben, perfekt Lao koennen und 30 Jahre aelter sind) und dass ich keine Ahnung hab, womit ich beginnen soll. Guter Rat einer Freundin: Fang mal an mit etwas (was du kannst oder weisst) an, der Rest wird sich schon ergeben.
Jedenfalls ist Verbindung verlieren bloed, weil es auch Spass verlieren mit sich bringt und ueberhaupt alles eher muehsam macht. Also: Egal wie viel los ist, nach innen schauen.
Das hoert sich jetzt voll tragisch an, ist es aber nicht. Das liegt wohl in der Natur verschriftlicher Erkenntnisse. Kommt mir auch alles sehr bekannt vor (muss dann mal in den alten Eintraegen nachlesen), wieso muss ich manche Dinge immer wieder (ver)lernen? Hier kommen die Perlen:
...Motorrad mit Schaltung fahren gelernt
...das lustigste Lao Wort bisher: man falang = Erdaepfel = Frucht Auslaender
...Management Team, das kritisch denkt und progressiver als der Rest der Organisation handelt (und denkt, die Seele an diese Organisation verkauft zu haben, alias was veraendern will)
...Fruehlingsrollen rollen gelernt
...Schoko- und Kaffeesucht ist imaginaer
...Kokosnuss aus dem Garten des field office geholt und gegessen
...bis 25 zaehlen gelernt beim Badminton-Spielen (ich bin total unfit!!!)
...die beste warme Dusche der Welt genossen
...Diskussionen ueber Warum? und Wie? development (in Laos) Sinn macht
...Abendspaziergang mit Kollegin, die kein Wort Englisch kann = zum Zerkugeln!!!
...Zeit mit mir: Luang Prabang flair, Abendessen im bistrot 22 in Vientiane
...das 1. Mal viele Zettel unterschrieben, die mit Geld ausgeben zu tun haben. Fuehlt sich unbekannt an.
Bin gespannt, was Monat zwei bringt!!!!
* jetzt wieder tutto paletti!
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