Eine Freundin hat mir dieses super Buch über Angst gegeben (von Jaimal Yogis). Da steht, dass man in Angstsituationen unberechenbar reagiert: manche haben den Flucht-Instinkt, andere erstarren oder greifen an. Sehr animalisch. Jedenfalls ist es eine körperliche Reaktion und nur in gewissen Herzfrequenz-Zonen bzw. Adrenalin-Ausstoßlevels funktioniert der Körper so, wie man es möchte. Um den Körper funktionsfähig zu halten, schreibt der Autor, muss man sich auf die Angstsituation bestmöglich vorbereiten. Um Ängste prinzipiell abzubauen, muss man sich ihnen aussetzen. Einmal gut vorbereitet, ist direkt in der Angstsituation dann das beste, sich zu entspannen. Also: vorbereiten, vorbereiten, vorbereiten, mitgehen, loslassen.
Also Laos ist ja keine Riesenwelle, wie in seinem Fall, aber irgendwie hab ich die ganze Zeit einen verrückten Drang mich vorzubereiten. Ich besorge Dinge, von denen ich glaub dass ich sie brauchen werde (eine Thermosflasche in einem tropischen Land, eher unnötig?). Außerdem lese ich. Lieber als lonely planet und Geschichtsbüchern wären mir Romane(aber da gibt es scheinbar auf Englisch nicht sooo viele). Aus einem Krimi über einen Kommissar (Dr. Siri von Colin Cotterill) hab ich Folgendes mitgenommen:
"His wasn't an appointment culture: you'd turn up; you'd see if the person was there; you'd sit and wait for an hour if he was, go home if he wasn't."
Noch kurz: Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in Shiatsu diese Woche. Gelernt, dass ich glauben kann, ich sei nicht angespannt, mein Körper aber eine andere Geschichte erzählt. Hinhören.
