Sonntag, 30. November 2014

Vorbereitungen

Die Idee von dem blog ist über Erkenntnisse zu schreiben. Tägliche kleine "ahas" oder auch die größeren Erleuchtungen (wer weiß, vielleicht kommen die ja). Damit ich sie nachlesen und verwenden kann. Es ist also (egoistischerweise?) ein blog über mich. Ich möchte dokumentieren und mich durchs Schreiben selber einladen tiefer nachzudenken. Und vielleicht ein paar befreundete Seelen zum Mitdenken/fühlen und Diskutieren. Also - Leserzahlen erwarte ich keine hohen. Komisch, dass auf dieser Kurve heute 37 Aufrufe für den ersten Eintrag zu lesen waren. Bisher wissen nur 3 Leute die Adresse. Habt ihr 37 Mal reingeschaut???

Eine Freundin hat mir dieses super Buch über Angst gegeben (von Jaimal Yogis). Da steht, dass man in Angstsituationen unberechenbar reagiert: manche haben den Flucht-Instinkt, andere erstarren oder greifen an. Sehr animalisch. Jedenfalls ist es eine körperliche Reaktion und nur in gewissen Herzfrequenz-Zonen bzw. Adrenalin-Ausstoßlevels funktioniert der Körper so, wie man es möchte. Um den Körper funktionsfähig zu halten, schreibt der Autor, muss man sich auf die Angstsituation bestmöglich vorbereiten. Um Ängste prinzipiell abzubauen, muss man sich ihnen aussetzen. Einmal gut vorbereitet, ist direkt in der Angstsituation dann das beste, sich zu entspannen. Also: vorbereiten, vorbereiten, vorbereiten, mitgehen, loslassen.

Also Laos ist ja keine Riesenwelle, wie in seinem Fall, aber irgendwie hab ich die ganze Zeit einen verrückten Drang mich vorzubereiten. Ich besorge Dinge, von denen ich glaub dass ich sie brauchen werde (eine Thermosflasche in einem tropischen Land, eher unnötig?). Außerdem lese ich. Lieber als lonely planet und Geschichtsbüchern wären mir Romane(aber da gibt es scheinbar auf Englisch nicht sooo viele). Aus einem Krimi über einen Kommissar (Dr. Siri von Colin Cotterill) hab ich Folgendes mitgenommen: 

"His wasn't an appointment culture: you'd turn up; you'd see if the person was there; you'd sit and wait for an hour if he was, go home if he wasn't."

Sagt der Kommissar als älterer Mann über Veränderungen, die er in Laos bemerkt. Vielleicht gibt es ja ein bisschen Entschleunigung in Muang Khua?

Noch kurz: Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in Shiatsu diese Woche. Gelernt, dass ich glauben kann, ich sei nicht angespannt, mein Körper aber eine andere Geschichte erzählt. Hinhören.



Dienstag, 25. November 2014

November

 Heute beginne ich meinen blog.

Er heißt die Laostheorie, weil ich in einem Monat und neun Tagen nach Laos fahre und damit beginne, mir Fragen zu stellen, wie das wohl werden wird.

Ah ja, gerade hab ich beschlossen keine oder nur sehr willkürlich Beistriche zu verwenden (ich kann Deutsch, aber Beistrichregeln hab ich immer schon gehasst).

Dass das Ganze ein Chaos werden kann, scheint nicht so unwahrscheinlich: Ich fahr in ein Land, in dem ich noch nie war, an einen Ort der auf google maps in erster Linie grün ist, in ein Team dass - wie ich gestern erfahren habe - nicht 13 sondern 30 Leute umfasst (über das ich mich nicht fragen traue, ob ich "der Boss" bin), von denen angeblich ca. 4 Englisch sprechen. Ah ja, ich kann kein Lao. Deswegen scheint es angemessen, sich Gedanken über das kommende Chaos in Laos zu machen. 

Aber: Outside the comfort zone is where the learning happens. (Rosenberg?) Und: Wenn man jeden Tag etwas tut, das Angst macht, und man tut es trotzdem, lernt man sicher voll viel (Freundin, weiß nicht ob sie in meinem blog namentlich genannt werden will). Das heißt, was auch immer passiert, es wird lehrreich!

Der Baum steht beim Haus von der Oma. Wenn ich an Weiden denke, denke ich an diesen Baum. Die Mama liebt den Baum, ich liebe Bäume überhaupt. Es ist November. Ich hab gerade Zeit zum Nachdenken und Familie genießen. Außerdem hab ich einen neuen Fotoapparat, der so schön Bäume fotografieren kann!

Laos in Wien zu finden ist nicht so leicht. Als Lao Lehrer hab ich für diese Woche einen dreizehnjährigen Buben, der es lustig findet, wie ich alles falsch ausspreche und der nicht bezahlt werden will. In einem großen Haus, in dem es ab 11:30 nach lecker Essen riecht. Parallelwelt.

Ich glaube blog Einträge sollen kurz sein. Also - genug für heute.