Die letzten Wochen waren Khua-intensiv: Zwei Journalisten auf Besuch (deren Agenda planen plus normale Arbeit), dann Monitoring Workshop planen / unterstuetzen (plus normale Arbeit, plus Besuch). Puh, puh. Mit Freundinnen-Besuch/Arbeit Doppelpack.
Arbeit macht Spass, wenn: ich den Eindruck habe, es geht was weiter und meinen Beitrag bringts, wenn ich Dinge lenken kann, neue Sachen verstehe, wenn ich gemeinsam mit anderen phantasiere und dann manche von den Sachen umsetzen kann, wenn ich coole Gespraeche mit den Kollegen hab, ein paar Woerter Lao verstehe oder auf meine 3 Monats-Probezeit super Rueckmeldung bekomm.
Am wenigsten machts Spass, wenn: ich mit mir unzufrieden bin. Dann glaub ich, ich bin zu langsam, zu umstaendlich, nicht klar genug, kann keine Prioritaeten setzen, kenn mich nicht genug aus... so viele Innen-Woelfe oder Plueschhasen-Stimmen! Ich mags so gern alles gut machen. Gut genug - fuer mich? Es scheint so ein ziemlicher Berg zu sein, ich irgendwo auf halber Hoehe bergauf. Schnaufend. Manchmal stehen bleibend und herum schauend. Manchmal mich versteckend hinter Baeumen. Manchmal geniessend und angenehm gehend. Natur halt, gibt viel davon in Khua.
Entdeckungen...ausser Natur gibts auch Eis in Khua! (sogar Schoko, ich bin gerettet) Tamarind-Fisch und Tom Yam Suppe schmecken extreeeem lecker, vor allem bei Stromausfall, Gewitter und Kerzenlicht. Juhuuu, Khua mit Freundin macht noch mehr Spass!!!
Heute wunderbar: Abendessen in Luang Prabang, ein Glas Wein, gegenueber vom Tempel, 100% zufrieden, ganz mit mir allein!!! Tut gut!
In 6 Tagen kommt Matthias. Waaaaooow. Ich kanns nicht glauben.
Sonntag, 22. März 2015
Samstag, 7. März 2015
Die Schönheit des Unvollkommenen
Noch eine lange Busfahrt und viel Zeit zum Lesen. Zwischen viel Herumgeschüttle, Staubwolken, essenden und reisekranken MitfahrerInnen genieße ich die Zeit für mich selber. Momente genießen funktioniert manchmal wie von außen ein Foto von einer Situation machen. Klick - gespeichert!
Das Foto von dieser Busreise ist inspiriert von Brene Browns Buch Daring greatly (danke, liebe Freundin, für die Empfehlung):
"Perfectionism is not about healthy achievement and growth. Perfectionism is a defensive move. It's the belief that if we do things perfectly and look perfect, we can minimise or avoid the pain of blame, judgment and shame. Perfectionism is about trying to earn approval.
"To claim the truth of who we are, where we come from, what we believe, and the very imperfect nature of our lives, we have to be willing to give ourselves a break and appreciate the beauty of our cracks or imperfections."
Mir bleibt die Luft weg - wie gut ich sie drauf hab diese "perfekt-sein" Rüstung. Dahinter läßt es sich leicht recht haben. Was kann ich nicht sein als Ritter? Schwach, müde, spontan, Hilfe suchend, unwissend... Alles was ich bei anderen voll ok finde.
Übungen zum Unperfektsein-Dürfen: Negatives feedback annehmen ohne innerlich zu denken er/sie ist blöd oder ich bin blöd? Tanzen weil es Spaß macht ohne zu denken wie es für andere ausschaut? Lao Wörter sagen auch wenn sie falsch klingen? Ich will mehr über diese Ritterrüstung herausfinden.
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