Gerade wieder gefunden in einem gfk Skript und irgendwie hab ich lachen müssen: Kann es sein, dass ich in seit Ewigkeiten in der Panik-Zone unterwegs bin??! Und dort irgendwie kein Platz ist zum Ausruhen und zum Wachsen? Ich hab nicht so viel Spass und Genuss am Lernen, ich bin eher im "Überleben-in-der-Panikzone-Modus". Rosa Angsthase. Das und das und das und das machen machen machen. Nicht fühlen. Vielleicht nachdenken. Dabei bin ich zum Lernen gekommen. Es war klar, dass Chaos dazugehört und nett sein nicht immer möglich ist. Ich wollte Ungewissheit und Herausforderung haben. Ok, das habe ich. Und was lerne ich daraus? Wie wachse ich?
Wie sich die Panik-Zone anfühlt, weiß ich jetzt. Und wie ich mich darin verhalte auch ziemlich genau. Jetzt hätt ich gern ein paar Strategien um in diese wunderschöne gelbe Wachstums-zone zurückzukommen, bitte.
Lachen ist eine. Ein bisschen über den Angsthasen und auch gemeinsam mit Leuten, damit ich mich nicht asozial und isoliert fühle. Mit Freunden reden eine andere - Empathie holen. Nicht nur arbeiten noch eine. Die mag ich heute besonders gern (Urlaub in nur mehr 5 Tagen!!!). Mir genug sein. Akzeptieren was ist, ohne gleichgültig zu sein. Mich mit weniger als 100% zufrieden geben (wir können zwar nicht alle extrem argen Zustände hier sofort abschaffen, aber gar nichts machen ist auch nicht die Lösung). Mittelwege mögen lernen? Hmmm. Vielleicht Bewusstheit über diese Geographie und die Wegweiser lesen können.
Kleine und große Gefallen. Fallen mir erst nach und nach auf. Die 35.000 per diems plus lunch, statt null - täglich, wöchentlich, multipliziert mit Anzahl der Leute, in unseren Budgets...damit sie zum nächsten Meeting auch wieder kommen (trotz per diem policy und trotz dem sie meist schlafen, an was anderem arbeiten oder zwar interessiert und motiviert aber komplett unerfahren sind). Die sinnlosen formellen Meetings, wo nichts besprochen, aber alles bestimmt wird. Zum Gefallen derer, die Flüge dahin bekommen und ihr Gehalt verbessern. Die kleinen Fische als Beitrag zum "World environment day" - mit Logo aber sinnlose kleine Fische in einem Fluss, der von einem Damm verpestet wird. Der Computer und Printer, damit die Berichte zu den richtigen Leuten kommen. Mit Papier wöchentlich dazu geliefert und Druckerfarbe. An der Grenze zum Humor. Die unfreiwillige Einladung nach Vietnam, wieder drei Plätze weniger für die Leute, die eigentlich echt was lernen könnten. Weil die haben keinen Pass bekommen. Nicht die richtigen Formulare in der richtigen Reihenfolge ausgefüllt. Mit ein paar Anrufen bei den richtigen Nummern vielleicht doch noch zu ändern? Weiß man bis zum letzten Moment nicht.
Akzeptanz seitens derer, die es gewohnt sind. Unverständnis der Wut und dem Ärger gegenüber, die sich breit machen und ab und zu recht deutlich zeigen. Ärger, meine Zeit dafür zu verschwenden, und die des ganzen Teams. Ärger, dass so viele Sachen anders laufen könnten und es aber nicht tun. Ich könnte schreien. Es könnte lustig sein. Wenn es nicht so arg wäre.
Kleine Risse in der Festung der Gleichgültigkeit. Man hört dass Leute verschwinden. Das macht Angst, aber auch die anderen wütend (endlich!). Trotzdem, 99 Prozent der Zeit eingeübte Zustimmung oder Ablehnung von Ablehnung. Fassade. Die Präsentationen müssen vorbereitet werden (was werden sie kritisieren? was fragen? was dürfen wir sagen?), die Einladungen geschrieben, Banner gedruckt, Hotels gebucht...ich bin so müde. Und mag nicht mitspielen bei dem Scheiß.