Mittwoch, 21. September 2016

Meetings

...die fast ausschliesslich von EuropaerInnen dominiert werden. Wir werden dazu erzogen, unsere Meinung zu sagen. Was fuer ein Vorteil in der Welt.


Lao Menschen werden dazu erzogen, den Wichtigen zuzuhoeren und sich ihren Teil zu denken. Auf keinen Fall dazu, ihre Meinung zu sagen.


Das Resultat? Ein einwoechiges Meeting, in dem die Haelfte der TeilnehmerInnen Nichts sagt. Entscheidungen, die nur auf dem Papier geteilt werden. Umsetzung? Nur von einer Seite. Und dann? Frustration. Aerger. Schuldzuweisungen und zwielichtige Erklaerungen. "Lack of capacity", "education system" usw. Aber haben wir versucht, zuzuhoeren? Entscheidungen zu teilen?


Wie kann das anders ausschauen? Absichtliches Schweigen und Zuhoeren. Sich lehren lassen. Lernen wollen von den Schweigenden.


In Khua bin ich in der Minderheit. Da muss ich (immer!) zuhoeren. Hier kann ich mal reden und mich austauschen, mich einbringen mit dem, was ich kann, und denke zu wissen. Kann Englisch hoeren und reden. Die Versuchung ist zu gross. Entfremdung ist das Resultat. Ich schaeme mich.



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