Eifersucht. Wie fuelht sich eifersuechtig sein
eigentlich an? Unruhig, nervoes, unzufrieden, aufgeregt, besorgt, traurig, wuetend zum
Zerplatzen. Eine bunte Mischung.
Eifersuechtig sein ist auf den anderen gerichtet, nicht darauf ,
wie ich mich selber fuehl.
Ich denke
" er ist so gemein, es ist so unfair, was macht er gerade, es ist anders
als normal",...so viele Gedanken, dass ich am Ende echt nicht mehr sicher bin,
ob ich mir alles einbilde, was diese Gefuehle ausloest. Dann Vorwuerfe und
Unverstaendnis. Ausweichen. Genervt sein. Jetzt weiss ich noch weniger, ob "was
dran ist" an meiner Unruhe.
Ausserdem
ist es mir peinlich und ich kann nicht gut drueber reden. Besitzansprueche? Er
ist doch kein Eigentum, das passt nicht mit meinem Freiheitsanspruch zusammen.
Ich hab
Angst, was zu versaeumen. Angst, dass er
sich fuer einen anderen Weg entscheidet. Angst zu verlieren. Das ist der Grund fuer die Unruhe.
Dann bin ich auch traurig, weil das Leben auch ohne mir schoen sein
kann. (Obwohl ich uber Freude im Leben anderer froh sein sollte.) Ich bin nicht da, aber es ist trotzdem ein Urlaub. Macht Spass, bringt
Zeit mit Leichtigkeit und Freunden und wahrscheinlich flirten.
"Weg sein"
ist eine Uebung im Annehmen. Dass alles eine Entscheidung ist, dass es viele
Moeglichkeiten gibt. Dass das Leben dort, wo ich nicht bin, trotzdem weitergeht. Freundinnen haben ihr Leben und
manchmal keine Zeit zum Telefonieren. Mein Freund macht Urlaub, mit anderen,
hat trotzdem Spass. Es haengt nicht von
mir ab, ich bin nicht mal dabei. Die einzige Moeglichkeit, in Verbindung zu
bleiben, ist hier voll zu leben und Erfahrenes zu teilen, nicht sich nach
Woanders zu sehnen. Sonst hab ich kein Leben im Jetzt, nur ein Denken oder Sehnen.
Pouhhh...manchmal ist Annehmen nicht so leicht. Umarmung an mich selbst. Es ist
ok.
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