Sonntag, 27. März 2016

Verdichtung

Wenn man sich nur kurz sieht, verdichten sich alle Gefuehle. Alles wirkt intensiver, weil es in einen kurzen Zeitraum gepackt ist. Freude uebers Wiedersehen, ueber die Naehe, Geschichten hoeren die versaeumt wurden, Muedigkeit weil endlich Pause, Sorge schon wieder ueber das Kommende, Trubel und Laerm in der intensiven Stadt. Entscheidungen ueber Essen und Aktivitaeten. Viel auf einmal. Mein Kopf laermt und diese Stadt auch. Ich muss dauernd gaehnen.


Gemeinsames Abendessen in einer schicken Pizzeria. Wichtige Worte werden gesprochen. Was wuensche ich mir vom Leben, was vom Gegenueber. Angst, dass die Wege nicht parallel verlaufen. Kurz Wut, als ich glaube herauszuhoeren dass meine Vorstellungen von wo und wie leben nicht gleichwertig gehoert werden. Was ist schon "normal"? 

Mut, dem anderen Freiraeume zu lassen, die eigenen Entscheidungen zu treffen. Dann wann es passt, anstatt jetzt Dinge zu versprechen, die sich unsicher anfuehlen. Mut, Unsicherheiten zuzugeben. Mut, Wuensche nach Gemeinsamem auszusprechen. 

So viel Offenheit schafft Verbindung - und Klarheit. Nicht ueber das Ergebnis oder eine gleiche Meinung am Ende, sondern ueber ehrliche Bemuehung nach Verbindung und Akzeptanz. Das fuehlt sich gut an. Nicht das Ergebnis zaehlt (die meisten der Fragen beschaeftigen sich  ohnehin mit Zukunft) sondern der Weg. Und wie es sich jetzt anfuehlt. Naehe getankt. 

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