Vom heutigen
Tag koennte ich ganz unterschiedliche Dinge erzaehlen.
Von der
Wut, dass mich die wichtigen laotischen Herren der Provinz als junge Chefin
nicht ernst nehmen und als Auslaenderin nicht mit mir kommunizieren wollen.
Dass sie das Protokoll wichtiger finden als die Inhalte (nicht umsonst wurde
K.s Beachten desselben hoechst gelobt und fanden sich hilflose Augen bei dem
Gedanken sich an mich zu wenden) und NGO Arbeit unmoeglich machen indem alles –
auch wirklich ALLES – ihren policies folgen muss. Gleichzeitig bemitleide ich
sie ein bisschen in ihrem Provinzlerischem, hinter den sieben(hundert) Bergen
so dermassen abgeschnitten vom Rest der Welt, dass Auslaender als komplett
absurde Sorte Mensch gelten, mit der man nichts anfangen kann. Ausser chinesische Business Maenner
natuerlich. Lastwaegen an Tropenholz rollen vorbei jeden Abend und die Leute
fahren hier auffaellig grosse Autos.
Oder auch
von der Freude ueber die Phunoy-Tasche, handgenaeht mit den schoenen roten
Bommeln, von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die weint, weil sie das Team so
vermisst. Von Ideen, alte Haeuser und Kultur zu erhalten an einem Ort, an dem
alle Neues und chinesisch Grosses wollen. Von einem Spaziergang durch alte
gepflasterte Strassen und Holzhaeusern mit chinesischen Kaufhaus-Stil Tueren
und Fronten, die an tibetisches Hochland
erinnern.
My choice.
Live life as if everything is rigged in your favour. Rumi

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