Mittwoch, 18. Mai 2016

Der hohe Norden


Vom heutigen Tag koennte ich ganz unterschiedliche Dinge erzaehlen.

Von der Wut, dass mich die wichtigen laotischen Herren der Provinz als junge Chefin nicht ernst nehmen und als Auslaenderin nicht mit mir kommunizieren wollen. Dass sie das Protokoll wichtiger finden als die Inhalte (nicht umsonst wurde K.s Beachten desselben hoechst gelobt und fanden sich hilflose Augen bei dem Gedanken sich an mich zu wenden) und NGO Arbeit unmoeglich machen indem alles – auch wirklich ALLES – ihren policies folgen muss. Gleichzeitig bemitleide ich sie ein bisschen in ihrem Provinzlerischem, hinter den sieben(hundert) Bergen so dermassen abgeschnitten vom Rest der Welt, dass Auslaender als komplett absurde Sorte Mensch gelten, mit der man nichts anfangen kann.  Ausser chinesische Business Maenner natuerlich. Lastwaegen an Tropenholz rollen vorbei jeden Abend und die Leute fahren hier auffaellig grosse Autos.

Oder auch von der Freude ueber die Phunoy-Tasche, handgenaeht mit den schoenen roten Bommeln, von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die weint, weil sie das Team so vermisst. Von Ideen, alte Haeuser und Kultur zu erhalten an einem Ort, an dem alle Neues und chinesisch Grosses wollen. Von einem Spaziergang durch alte gepflasterte Strassen und Holzhaeusern mit chinesischen Kaufhaus-Stil Tueren und Fronten, die an tibetisches Hochland erinnern.

My choice.


Live life as if everything is rigged in your favour. Rumi

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